Pas de Trois – Unterwegs im italienischen Barock

Sophie Luise Hage, Juris Teichmanis (Violoncello) und Michael Behringer (Orgel und Cembalo)

Für Jenni und Horst Linde
Als Horst Linde, der große Architekt, und seine Frau Jenni in nicht langem Abstand nacheinander vor wenigen Jahren gestorben sind, blieb auch in Bad Krozingen eine unendlich große Lücke. Lindes gehörten seit vielen Jahren zu den maßgeblichen Förderern der Sammlung historischer Tasteninstrumente. Persönlich bekannt mit Fritz Neumeyer, Rolf Junghanns und Bradford Tracey, begleiteten sie als wichtige Zeugen die Entwicklung der Sammlung und unterstützten als fürsorgliche Paten deren Anliegen über Jahrzehnte. Der Cellist Juris Teichmanis war ein guter Freund von Horst und Jenni Linde. Als er vorschlug, zu deren Ehren ein Gedenkkonzert zu spielen, war das ein willkommener Grund, mit diesem Konzert das Jahr 2020 zu eröffnen. “Pas de Trois”, so nennt sich das Trio der beiden Cellisten Sophie Luise Hage und Juris Teichmanis sowie des Cembalisten
Michael Behringer. Zusammen begeben sie sich auf eine musikalische Reise durch das Italien des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Violoncello, bis dahin vorwiegend als Bassinstrument eingesetzt, erlangte neben der Violine die Bedeutung eines kantablen und virtuosen Soloinstruments. Stationen des Programms sind u.a. Bologna, Venedig, Verona und Rom. Italien mit seiner architektonischen Kultur Palladios oder Bramantes und dem barocken Umgang damit, der wiederum die Werke dieses Abends beeinflusste, ja, das ist ganz im Sinne von Horst Linde, dem Architekten, und seiner Frau Jenni, denen es so beeindruckend gelungen war, Heimatverbundenheit mit weltoffener Haltung zu vereinbaren.

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