Musik aus (adligen) Palais und (bürgerlichen) Salons – Kammermusik || “Beethoven: erzählt.” – Das Festival

mit Clara Pouvreau (Violoncello), Dmitry Ablogin (Fortepiano) und Hannah Visser (Violine)

Der Rezensent der “Allgemeinen musikalischen Zeitung” von 1802 zählt Beethovens ‘Frühlingssonate’ “unter die besten, die Beethoven geschrieben hat, und das heisst ja wirklich unter die besten, die gerade jetzt überhaupt geschrieben werden.” Und schreibt weiter, was auf alle Werke dieses Abends zu beziehen ist: “Der originelle, feurige und kühne Geist dieses Komponisten, der schon in seinen früheren Werken dem Aufmerksamern nicht entgehen konnte, der aber wahrscheinlich darum nicht überall die freundlichste Aufnahme fand, weil er zuweilen selbst unfreundlich, wild, düster und trübe daher stürmte, wird sich jetzt immer mehr klar, fängt immer mehr an, alles Übermaß zu verschmähen, und tritt, ohne von seinem Charakter zu verlieren, immer wohlgefälliger hervor.” Ob Beethoven im Alter, wie hier behauptet, “immer wohlgefälliger” wurde, sei dahingestellt. Bei diesem Konzert geht es aber auch eher um Beethovens Frühwerk. Die ersten Skizzen zur ‘Frühlingssonate’ entstanden in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts, nicht lange nach Mozarts Tod. Um Mozart geht es nicht nur nachweislich in den beiden Variationen, sondern auch in Beethovens Klaviertrio, das ohne die Bewunderung des jungen Beethoven für Mozart nicht nur kompositorisch, sondern auch als Gattung gar nicht denkbar wäre. So schließt das Festival “Beethoven: erzählt.” Letztlich mit einer Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart.

Programm: Musik aus (adligen) Palais und (bürgerlichen) Salons

Die Konzerte im Rahmen des “Beethoven: Erzählt.”- Festivals (02. Juli / 03. Juli / 05. Juli / 10. Juli / 11. Juli / 12. Juli) sind auch als Abonnement erhältlich.

Tickets für die Einzelveranstaltung unter Reservix

Tickets für das Abonnement unter Reservix

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