Markgräfler Musikherbst 2018 – mit Hanno Müller-Brachmann und Matthias Alteheld

Hanno Müller-Brachmann, Bass-Bariton,
Matthias Alteheld, Hammerflügel

Franz Schubert: Ausgewählte Lieder, “Schwanengesang” D.957 nach Gedichten von Ludwig Rellstab, Heinrich Heine und Johann Gabriel Seidl.

Der Titel von Schuberts letztem Liederzyklus stammt nicht von ihm selbst, sondern von seinem Verleger Tobias Haslinger, der die dreizehn Lieder ein Jahr nach Schuberts Tod als „Schwanengesang“ herausgab. Wahrscheinlich dachte Schubert aber bei der Vertonung der sechs Heine-Gedichte, die in den „Schwanengesang“ eingegangen sind, an einen eigenen Zyklus. Gerade diese Heine-Vertonungen bilden nach der „Schönen Müllerin“ und der „Winterreise“ nochmals ein eigenes Vermächtnis.

Kein Geringerer als Daniel Barenboim nahm den damals 27-jährigen Sänger noch während seines Studiums in das Ensemble der Berliner Staatsoper „Unter den Linden“ auf. Hier sang Müller-Brachmann in den 13 Jahren seiner Ensemble-Zugehörigkeit unter Barenboims Leitung die großen Mozartpartien seines Faches, aber auch Orest (Elektra), Amfortas (Parsifal), Escamillo (Carmen) oder Wotan (Rheingold).
Es folgten Gastverträge an den Opernhäusern Madrid, Sevilla, San Francisco und Modena sowie an den Staatsopern in Wien, München und Hamburg und an der Mailänder Scala. Sein Debut in der New Yorker Carnegie Hall feierte er im Jahr 2000 mit der amerikanischen Erstaufführung von Elliott Carters Oper „What next?“ Im März 2017 hob er Wolfgang Rihms „Requiem-Strophen“ mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons in München und Luzern aus der Taufe.
Hanno Müller-Brachmann studierte in Freiburg bei Ingeborg Most und in Mannheim bei Rudolf Piernay. In Berlin besuchte er die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau. Heute lehrt er selbst als Professor an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

Der Pianist Matthias Alteheld, in Lemgo geboren, begann seine Studien an der Hochschule für Musik in Detmold bei Prof. Lasheras. In Karlsruhe setzte er seine Ausbildung bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll fort. Meisterklassen bei Dietrich Fischer-Dieskau, Renate Kretschmar-Fischer, Charles Spencer und Eberhard Feltz folgten. Der in Bretten bei Karlsruhe lebende Pianist spielt regelmäßig Konzerte und Liederabende mit breitem Repertoire, welches neben zeitgenössischen Kompositionen das romantische deutschsprachige Liedschaffen, aber auch das französische, englische, spanische, russische und skandinavische Lied umfasst. Zu seinen regelmäßigen Liedpartnern gehören Hanno Müller-Brachmann, Evgenia Grekova, Holger Schumacher, Wolfgang Newerla und Ursula Eittinger. Seit dem Wintersemester 2013 leitet er als Professor für Liedgestaltung eine Klasse an der Hochschule für Musik in Freiburg. Über seine künstlerische Tätigkeit hinaus gibt der Pianist Meisterkurse und hält Vorträge und Seminare, häufig auch vor fachfremdem Publikum aus Politik und Wirtschaft. So gestaltet er regelmäßig die „Musikalischen Werkstattgespräche“ im Rahmen der Baden-Badener Unternehmergespräche, einer Gesellschaft zur Förderung des deutschen Unternehmernachwuchses.

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