“Beethoven: Erzählt.” – Das Festival: Pathétique – es ging um Überwindung und um Freiheit, nicht nur für Beethoven.

Dass Beethoven kein einsamer Monolith war, sondern kompositorisch in breiterem Zusammenhang verstanden werden sollte, das zeigt Christine Schornsheim als erfahrene Pianistin mit dem Programm ihres Konzerts. Sie hat dafür ein Thema gewählt, das auf den „Zeitgeist“ der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert verweist: Pathos in seiner Bedeutung von Leiden und Überwindung war in jenen Jahren ein Thema neuer Freiheitseuphorie. Der Bürger als wahrnehmbares Individuum, mit neuen Werteempfindungen und eigenen Ansichten von Heroik. Entsprechende Gefühle waren zugelassen und gewollt, als Ausdruck einer noch jungen bürgerlichen Kultur, eben auch musikalisch. Und das bevorzugt in Moll, was weniger Traurigkeit meinte, sondern weit eher Leidenschaft.

Christine Schornsheim, Fortepiano

Programm

Alexandre Pierre François Boëly (1785-1858)
Sonate c-Moll, op. 1, Nr. 1 (1810)
Allegro molto / Adagio con espressione / Finale Presto

Ludwig Berger (1777-1839)
Sonate Pathetique c-Moll, op. 7 (1804),
gewidmet Muzio Clementi
Introduzione Adagio – Allegro patetico – Adagio – tempo primo /
Adagio affetuoso, ma non troppo lento (aux manes de Mozart) /
Rondo Allegro molto – Adagio – Allegro moderato

Pause

Christian Gottlieb Neefe (1748-1798)
Fantasia in F per il Clavicembalo (ca. 1798)
Intrada Grave – Adagio – Allegretto – Allegro di molto –
Presto – Andantino – Largo – Allegretto – Più Allegro –
Adagio – Coda Allegro di molto

Ludwig van Beethoven
Grande Sonate Pathétique c-Moll op. 13 (1798/99)
Gewidmet Fürst Karl von Lichnowsky
Grave – Allegro di molto e con brio /
Adagio cantabile / Rondo Allegro

Tickets ab Samstag, den 05. Juni 2021, unter: www.reservix.de

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