“Beethoven: Erzählt.” – Das Festival: Musik aus (adligen) Palais und (bürgerlichen) Salons – Kammermusik.

Der Rezensent der „Allgemeinen musikalischen Zeitung“ von 1802 zählt Beethovens ‚Frühlingssonate‘ „unter die besten, die Beethoven geschrieben hat, und das heißt ja wirklich unter die besten, die gerade jetzt überhaupt geschrieben werden.“ Und schreibt weiter, was auf alle Werke dieses Abends zu beziehen ist: „Der originelle, feurige und kühne Geist dieses Komponisten, der schon in seinen früheren Werken dem Aufmerksamern nicht entgehen konnte, der aber wahrscheinlich darum nicht überall die freundlichste Aufnahme fand, weil er zuweilen selbst unfreundlich, wild, düster und trübe daherstürmte, wird sich jetzt immer mehr klar, fängt immer mehr an, alles Übermaß zu verschmähen, und tritt, ohne von seinem Charakter zu verlieren, immer wohlgefälliger hervor.“ Ob Beethoven im Alter, wie hier behauptet, „immer wohlgefälliger“ wurde, sei dahingestellt. Bei diesem Konzert geht es aber auch eher um Beethovens Frühwerk. Die ersten Skizzen zur ‚Frühlingssonate‘ entstanden in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts, nicht lange nach Mozarts Tod. Um Mozart geht es nicht nur nachweislich in den beiden Variationen, sondern auch in Beethovens Klaviertrio, das ohne die Bewunderung des jungen Beethoven für Mozart nicht nur kompositorisch, sondern auch als Gattung gar nicht denkbar wäre. So schließt das Festival „Beethoven: erzählt.“ Letztlich mit einer Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart.

Clara Pouvreau (Violoncello), Hannah Visser (Violine), Dmitry Ablogin (Fortepiano)

Programm

Ludwig van Beethoven
12 Variationen über das Thema „Ein Mädchen oder Weibchen“
aus der „Zauberflöte“ von W. A. Mozart für Violoncello und Klavier,
op. 66 (1796)

Ludwig van Beethoven
Sonate für Violine und Klavier F-Dur, op. 24 – „Frühlingssonate“ (1801),
gewidmet Moritz Reichsgraf von Fries
Allegro / Adagio molto espressivo / Scherzo: Allegro molto /
Rondo: Allegro ma non troppo

Pause

Ludwig van Beethoven
7 Variationen über das Thema
„Bei Männern, welche Liebe fühlen“
aus der „Zauberflöte“ von W. A. Mozart
für Violoncello und Klavier, WoO 46 (1801),
gewidmet Graf Johann Georg von Browne-Camus

Ludwig van Beethoven
Klaviertrio G-Dur, op. 1, Nr. 2 (1794-95),
gewidmet Fürst Karl Lichnowsky
Adagio – Allegro vivace / Largo con espressione /
Scherzo. Allegro – Trio / Finale. Presto

Tickets ab Samstag, den 05. Juni 2021, unter: www.reservix.de

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