Schloßkonzerte 2010

"Erde und Himmel"

Seit alters her ist es vor allem die Musik, die die Aufgabe zugesprochen bekommen hat, dabeizusein, wo „oben“ und „unten“, innen und außen sich berühren – sei es in einem mittelalterlichen Hymnus, einer barocken Kantate, einer klassischen Oper oder einem romantischen Lied.

Ob in weltlichem oder geistlichem Zusammenhang, ganz gleich: es gibt diese Momente, die erheben und uns geradezu in den „Himmel“ führen – um uns dann wieder jäh das Irdische, Begrenzte schmerzlich spüren zu lassen.

Die Musik als eine diese Kluft umspannende Kraft berührt unser Wesen und drückt damit eine (spürbare) Verheißung aus: nämlich dass unsere Heimat an beiden Orten zu finden ist.

Das mag auch Robert Schumann an dem Gedicht „Himmel und Erde“ von W. von der Neun, das er 1850 vertont hat, angezogen haben, und das Sie, wie manch anderes Werk dieses Komponisten, im Laufe dieses Jahres hören können:

 

O so seid ihr doch Verwandte,

Himmel du und Mutter Erde!

Freudig trag ich irdsche Bande,

da ich dein, o Himmel werde!

 

Wir wünschen Ihnen seitens der Schlosskonzerte Bad Krozingen „himmlische“ und zugleich irdische Momente und hoffen, dass unsere Konzertreihe 2010 – hier zunächst die erste Hälfte [das erste Viertel] – Sie auf Ihrem Weg irgendwo zwischen Erde und Himmel begleiten möge.

 

Enno Kastens