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Einordnung in ein geistiges Gefüge

19.Januar 2008, 19.00 Uhr

Ein Abend zu Fritz Neumeyer. Mit Angelika Drömann, Ilse Herrle-Urbuteit, Helga Kirwald, Magdalene Schreiber-Helm, Gotffried Bach, Alfred Lessing, Harald Rösch, Hannsdieter Wohlfarth und Fritz Neumeyer(!)

Wie und wer war Fritz Neumeyer denn nun wirklich? Beginnt man erst einmal, Menschen zu befragen, die ihn gut gekannt haben, kommt keiner so schnell mit dem Erzählen zuende: charismatischer Musiker und Lehrer, Pionier in der "Alten Musik", Opernkenner und Kapellmeister, Komponist und Volksliedbearbeiter, Weinliebhaber und Schüttelreimimprovisator, eine eigenwillige Persönlichkeit und sensible Seele, sozial und großzügig, tiefernst und lausbübisch-heiter.
Eine (Wieder-) Begegnung mit dem Begründer der Schloßkonzerte Bad Krozingen und der Historischen Tasteninstrumentensammlung zum 25. Todestag (16.01.1983).
Freunde, Kollegen und ehemalige Schüler erzählen und musizieren.

"Einordnung in ein geistiges Gefüge"

20.Januar 2008, 11.00 Uhr

Eine Matinee zu Fritz Neumeyer. Mit Angelika Drömann, Ilse Herrle-Urbuteit, Helga Kirwald, Magdalene Schreiber-Helm, Gotffried Bach, Alfred Lessing, Harald Rösch, Hannsdieter Wohlfarth und Fritz Neumeyer (!)

Wie und wer war Fritz Neumeyer denn nun wirklich? Beginnt man erst einmal, Menschen zu befragen, die ihn gut gekannt haben, kommt keiner so schnell mit dem Erzählen zuende: charismatischer Musiker und Lehrer, Pionier in der "Alten Musik", Opernkenner und Kapellmeister, Komponist und Volksliedbearbeiter, Weinliebhaber und Schüttelreimimprovisator, eine eigenwillige Persönlichkeit und sensible Seele, sozial und großzügig, tiefernst und lausbübisch-heiter. Eine (Wieder-) Begegnung mit dem Begründer der Schloßkonzerte Bad Krozingen und der Historischen Tasteninstrumentensammlung zum 25. Todestag (16. Januar 1983).
Freunde, Kollegen und ehemalige Schüler erzählen und musizieren.

Musik und der Energieerhaltungssatz

01.Februar 2008, 20.00 Uhr

Führung mit Konzert - Konzert mit Führung

Barbara Schmidt-Willi spielt und erläutert Instrumente der Sammlung Neumeyer-Junghanns-Tracey in einem Programm mit Werken, die nach ähnlichen Bauprinzipien komponiert worden sind. Sie spürt der Balance von Ordnung und Strenge nach und beweist für für Augen und Ohren, dass jedem Plus ein Minus entspricht. Eine klingende Physikstunde mit Werken von Jakob Obrecht, Johann Sebastian Bach, Jean Philippe Rameau, Giovanni Picchi, Georg Anton Benda, Györgi Ligeti und Enno Kastens.

"Orgelinspiriert"

16.Februar 2008, 20.00 Uhr

Susanne Almut Konnerth, Cembalo und Orgel

Susanne Almut Konnerth, Cembalo und Orgel

Sowohl das Cembalo als auch Orgeln aller Art schmückten die Säle, Zimmer und Kammern der Adelshäuser des Barockzeitalters. Bei Tastenvirtuosen und Komponisten war es meist üblich, Werke für Cembalo und Orgel zu spielen und zu komponieren. Dabei haben sich die Musiker jeweils von den klanglich und technisch unterschiedlichen Instrumenten anregen lassen. Orgelinspirierte Werke sind bei den Komponisten Domenico Scarlatti, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Jan Pieterszoon Sweelinck, Johann Jakob Froberger und Carl Philipp Emanuel Bach typisch und werden im Konzert erläutert und vorgestellt.

"Ironie und Bekenntnis"

29.Februar 2008, 20.00 Uhr

Der Bariton Ulrich Messthaler spielt und singt Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms und Franz Liszt
Sich selber am Flügel zu begleiten ist für uns heute zwar ungewohnt, es war im 19. Jahrhundert aber durchaus üblich, wie Zeugnisse von Schubert oder Loewe zeigen.

Ulrich Messthaler gibt singend, spielend und sprechend einen Einblick in diese spannende Art, Lieder darzubieten, die heute (fast) nur noch anderen Musiksparten vorbehalten ist. Ein seltenes Ereignis an einem seltenen Tag!

Die Schlosskapelle

05.März 2008, 20.00 Uhr

Vortrag von Arno Herbener

Erstellt im Jahre 1608 von Abt Martin I. Meister (1596 - 1625) und barockisiert um die Mitte des 18. Jahrhunderts auf Veranlassung von Pater Marquardt Herrgott, später sorgsam restauriert im Auftrag der Schlossbesitzer, erstrahlt die Kapelle in ihrer Schönheit und ihrem ursprünglichem Zauber.
Nur wenige Menschen finden in dem Kirchlein im malerischen Schlossgarten Platz. Das Altargemälde wurde angefertigt von Johann Christian Wentzinger (1710-1797).

Der "köstliche" Stuck in der Schlosskapelle mit einer "unglaublichen Vielfalt" von schmucken Ornamenten, eingefügten Engelsköpfen und frei schwebenden Putten hat, so befand einst schon Museumsdirektor Dr. Hermann Gombert "nichts Vergleichbares im ganzen Breisgau".
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Bad Krozingen.

Tasten tasten 1

09.März 2008, 11.00 Uhr

Saiten, Hölzer, Klänge - Führung durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey

Mehr nach Gefühl als taktmäßig

15.März 2008, 20.00 Uhr

Wege zur Romantik Werke von Johann Jakob Froberger, Johann Kuhnau, Ernst Wilhelm Wolf, Johann Friedrich Reichardt, Wilhelm Friedemann Bach und Johann Wilhelm Hässler Paul Williams, Clavichord
So sensibel und fein das Clavichord zunächst erscheinen mag: es hat die musikalischen Innenwelten des 17. und besonders des 18. Jahrhunderts wie kaum ein anderes Instrument bewegt (und umgekehrt).
Assoziieren wir mit starkem Ausdruck, freiem Spiel und dem Begriff "Programmmusik" zumeist das 19. Jahrhundert, führt uns Paul Simmonds vor Augen bzw. Ohren, dass es diese Art von Musik schon viel früher, wenn nicht schon immer gab.
Das Programm zeigt einige Meilensteine auf dem Weg zur Romantik und ermutigt - wie obiges Zitat von von Daniel Gottlob Türk - zu einer neuen und frischen Sitchtweise auf die "Alte Musik".

Goethe und Zelter - eine Freundschaft

30.März 2008, 16.00 Uhr

"Deine Kompositionen sind mit meinen Liedern identisch" - Zum 250. Geburtstag von Carl Friedrich Zelter (1758 - 1832)
Hans Jörg Mammel, Tenor
Enno Kastens, Hammerflügel
Gabriele Busch-Salmen, Einführung und Rezitation

"Wenn ich irgend jemals neugierig auf die Bekanntschft eines Individuums war, so bin ichs auf Herrn Zelter. Gerade diese Verbindung zweier Künste ist so wichtig. Das Originale seiner Kompositionen ist, so viel ich beurtheilen kann, niemals ein Einfall, sondern es ist eine radicale Reproduction der poetischen Intentionen."
Mit diesen Worten drückte Goethe in einem Brief vom 18. Juni 1798 an August Wilhelm Schlegel seine Ungeduld auf die Begegnung mit dem Leiter des Berliner Singakademie, Carl Friedrich Zelter, aus, von dem er sich die Intensivierung des Austauschs erhoffte, den er stets mit seinen musikalischen Partnern gesucht hatte. Es war ihm ein Befürfnis, einen musikalischen Berater und Komponisten in seiner Nähe zu wissen, der seine Lyrik "ins Allgemeine zu befördern" verstand. Der Konzertabend zu Zelters 250. Geburtstag wird diese intensive Beziehung mit ausgewählten Liedern, Balladen und den zwischen Berlin und Weimar hin und hergehenden Briefpassagen plastisch nachzeichnen.

Wege in die Zukunft

12.April 2008, 20.00 Uhr

Meret Lüthi, Violine Dieter Weitz, Cembalo Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Jean Marie Leclair, Francesco Maria Veracini und Pietro Antonio Locatelli
Die gespielten Werke verbinden spannende Tendenzen des 18. Jahrhunderts - einerseits übersteigern sie bestehende Trends, andererseits weisen sie, so wie die Sonate von C. Ph. E. Bach, auch weit in die Zukunft. Alle verbindet der Wille zu grenzsprengendem Ausdruck und Erweiterung der Spieltechniken. Die beiden Musiker fanden zusammen bei der Erforschung dieser teils extremen Literatur und in der Freude am musikalischen Dialog mit all seinen Facetten. 

Tasten tasten 2

13.April 2008, 16.00 Uhr

Kisten und Kästen, Federn und Felle, Eisen und Holz - Instrumentenführung für Kinder

A due Clavicembali

26.April 2008, 20.00 Uhr

Medea Bindewald, Cembalo Eckhart Kuper, Cembalo und Hammerflügel Werke von Johann Sebastian Bach, Wilhelm Friedemann Bach, Francois Couperin und Eckehart Kuper
Medea Bindewald und Eckhart Kuper kombinieren an zwei Instrumenten die Vielfalt "mit Hilfe von Tasten gezupfter Saitenklänge. Werke von Johann Sebastian Bach und aus seiner Familie werden zeitgenössischen Klängen entgegengestellt. Das improvisatorische Element ist dabei nicht nur an eigener Stelle vertreten, sondern prägt auch die Interpretationen "Alter Musik" und den Charakter des Zusammenspiels entscheidend mit. So bleibt gestische Freiheit immer ein mitgestaltender Faktor.

Tasten tasten 3

18.Mai 2008, 11.00 Uhr

Saiten, Hölzer, Klänge - Führung durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey

J. S. Bach und seine Söhne

18.Mai 2008, 19.00 Uhr

Michael Biehl, Cembalo und Hammerflügel
Der alternde Johann Sebastian Bach wendet sich in seinem kompositorischen Schaffen zunehmend einem theoretischen, wenn nicht gar abstrakten Kompositionsstil zu. - und wird dadurch zusehends unmodern! Sehr im Gegensatz zu seinen vier berühtem Söhnen, die sich zur gleichen Zeit zu Vertretern einer neuen, wegweisenden Musiksprache entwickeln - und das auf jeweils höchst unterschiedliche Art und Weise. Nirgendwo sonst prallt wohl "Altes" und "Neues" auf solch extreme Art und Weise aufeinander, wie innerhalb der Familie Bach.

Jubiläumskonzert

30.Mai 2008, 20.00 Uhr

"...das beste, was ich noch in meinem Leben geschrieben habe..." Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ignaz Josef Pleyel und Franz Danzi Angelika Radowitz, klassische Oboe Christian Köll, klassische Klarinette Nikolaus Walch, Waldhorn Ursula Bruckdorfer, klassisches Fagott Michael Eberth; Hammerflügel

Vienne ce 10 d'avril 1784
Mon très cher Père!
...Ich habe 2 grosse Concerten geschrieben, und dann ein Quintett, welches außerordentlichen beyfall erhalten; - ich selbst halte es für das beste was ich noch in meinem leben geschrieben habe. - es besteht aus 1 oboe, 1 Clarinetto, 1 Corno, 1 fagotto und das Piano forte; - Ich wollte wünschen sie hätten es hören können!...
Mit diesem Briefzitat haben wir den seltenen Fall einer Beurteilung einer Komposition durch den Komponisten selbst. Wir würden uns das durchaus öfters wünschen. Anscheinend ist die Botschaft, auf welchem Weg auch immer, auch bei den Kollegen Mozarts angekommen. Sowohl für das Quintett von Danzi als auch für Beethovens Quintett op. 16 und andere Kompositionen dieser Besetzung diente Mozarts Werk als Vorbild.

Tasten tasten 4

07.Juni 2008, 16.00 Uhr

Kisten und Kästen, Federn und Felle, Eisen und Holz - Instrumentenführung für Kinder

Tasten tasten 5

08.Juni 2008, 11.00 Uhr

Saiten, Hölzer, Klänge - Führung durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey

Alte Musik - ganz jung

22.Juni 2008, 16.00 Uhr

Kinder und Jugendliche musizieren
Schülerinnen und Schüler der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau sind zu Gast im Schloss und interpretieren "Alte Musik". Eine Veranstaltung anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Musikschule.

"L'Art de toucher le clavecin

04.Juli 2008, 20.00 Uhr

Ein Abend mit den Cembaloklassen der Musikhochschulen Straßburg, Trossingen und Freiburg gewährt Einblicke in die Arbeit der Institute für Alte Musik aus der näheren Umgebung. Es konzertieren Studierende der Klassen Aline Zylberajch, Marieke Spaans und Robert Hill.

Einblicke

18.Juli 2008, 20.00 Uhr

Die verschiedenen Claviermechaniken Führung mit Konzert - Konzert mit Führung Christop Kern, Moderation Enno Kastens, Hammerflügel
Wie schlag ich meine Saiten? Diese Frage mussten Mozart, Beethoven, Schubert und auch noch Liszt oder Wagner beantworten, wenn sie sich einen Flügel gekauft haben. Hinter der klanglichen Vielfalt der Klavierkultur des 19. und späten 18. Jahrhunderts steckt auch eine Vielzahl an Klaviermechaniken. Dieser Vielfalt wollen wir uns hörend und hineinblickend nähern, indem wir verschiedene Mechaniken aus den Instrumenten herausnehmen udn ihre Unterschiede studieren.

"Partite e diminuzioni"

09.August 2008, 20.00 Uhr

Werke von Girolamo Frescobaldi, Diego Ortiz, Caspar Sanz, Giovanni Batista Vitali und Johannes Hieronymus Kabsberger; ferner Arrangements und Improvisationen des Ensembles Ensemble Bassorum vox Seung-Yeon Lee, Barockvioloncello, Basse de violon, Violoncello tenor Se-Hee Lee, Bassgambe, Diskantgambe Joaquim Arau, Theorbe, Renaissancelaute Mami Kurumada; Cembalo Lee Ferguson, historische Schlagwerke

Ostinati und Variationen gehören zur Basis spanischer, italienischer, portugiesischer und südamerikanischer Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts. Sie bieten Komponisten und ausführenden Musikern jedwelcher musikalischer Sprache die Möglichkeit, ihre Kreativität, Fantasie und Virtuosität unter Beweis zu stellen. Diese improvisatorische Praxis erblühte mit der Entwicklung der Instrumentalmusik im frühen 17. Jahrhundert. Besonders beliebt waren damals Ciaccona, Folia, Passacaglia und Romanesca, deren Grundlage populäre Melodien oder Themen verschiedener Herkunft waren.
Das Ensemble Bassorum vox stellt mit seiner vielfältigen und vielfarbigen Bassbesetzung Kompositionen, eigene Arrangements udn Improvisationen im Stil dieser Zeit vor. 

Tasten tasten 6

10.August 2008, 11.00 Uhr

Saiten, Hölzer, Klänge - Führung durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey

Wanderschaft der Tiere

23.August 2008, 16.00 Uhr

Ein musikalisches Rätsel für kleine und große Kinder ab 6 Jahren Kinder- und Familienkonzert Kathrin Elisabeth Zobel, Cembalo und Hammerflügel Adela Misonova, Barockgeige Mit Kompositionen von Jean-Philippe Rameau, Franz Schubert, Heinrich Ignaz Franz Biber und anderen.

"klang voller dialog"

06.September 2008, 20.00 Uhr

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Baden-Württembergischen Ensemble-Akademie Freiburg
In diesem Konzert präsentieren ausgewählte Teilnehmer der 5. Ensemble-Akademie Freiburg das mit den Dozenten vom Freiburger Barockorchester und dem ensemble recherche gemeinsam Erarbeitete. Die Idee eines Diskurses zwischen Alt und Neu, einer gegenseitigen Inspiration von Alter und Neuer Musik, steht dabei im Zentrum diesen ungewöhnlichen Abends.

5. Musikschlossfest

13.September 2008, 17.00 Uhr

Ein Veranstaltung des Verkehrsvereins Bad Krozingen
Der Verkehrsverein veranstaltet zum 30. Jubiläum das 5. Schlossfest in Bad Krozingen am Samstag und Sonntag, den 13.- 14.September 2008.
Am Samstag laden wir zu einem Tanzabend im Schlossgarten ein. Wie immer ist der Eintritt frei. Die bekannte Calypso –Band wird in voller Besetzung zum Tanz aufspielen – Sie wünschen sich Ihre Lieblingsmusik von Rock – bis Tango. Für Ihr lukullisches Wohl wird bei Kerzenschein im Schlossgarten ebenfalls gesorgt. Bad Krozingen tanzt ab 17 Uhr.
Am Sonntag trägt ab 11 Uhr zur Unterhaltung wieder bei: Johann Strauss Ensemble, Calypso the Band  - mit Tanzbühne im Schlossgarten bis zum Abend.  Wie bereits in den letzten Jahren  wird nach dem  Vormittagskonzert des Strauss-Ensembles unsere New-Orleans Musikband vom Kurpark mit „Volldampf“ bis in den Schlossgarten ziehen und Ihnen mächtig einheizen.  
Zwischen 14 – und 17 Uhr wird Frau Berkemer, Leiterin des Kulturamtes Bad Krozingen, alle Wissbegierigen durch das Schloss und die Sammlung historischer Tasteninstrumente führen. Für das leibliche Wohl sorgt das Faller-Team, Team Sven`s Sonnenhof und das Agri-Forum-Team Cammerer. Ihre Kinder werden am Sonntag  während der gesamten Festzeit mit einem besonderen Programm betreut. Historische Kostüme runden das Gesamtbild ab. Weitere kleine Überraschungen warten wieder auf Sie.

5. Musikschlossfest

14.September 2008, 11.00 Uhr

Eine Veranstaltung des Verkehrsvereins Bad Krozingen
Der Verkehrsverein veranstaltet zum 30. Jubiläum das 5. Schlossfest in Bad Krozingen am Samstag und Sonntag, den 13.- 14.September 2008.
Am Samstag laden wir zu einem Tanzabend im Schlossgarten ein. Wie immer ist der Eintritt frei. Die bekannte Calypso –Band wird in voller Besetzung zum Tanz aufspielen – Sie wünschen sich Ihre Lieblingsmusik von Rock – bis Tango. Für Ihr lukullisches Wohl wird bei Kerzenschein im Schlossgarten ebenfalls gesorgt. Bad Krozingen tanzt ab 17 Uhr.
Am Sonntag trägt ab 11 Uhr zur Unterhaltung wieder bei: Johann Strauss Ensemble, Calypso the Band  - mit Tanzbühne im Schlossgarten bis zum Abend.  Wie bereits in den letzten Jahren  wird nach dem  Vormittagskonzert des Strauss-Ensembles unsere New-Orleans Musikband vom Kurpark mit „Volldampf“ bis in den Schlossgarten ziehen und Ihnen mächtig einheizen.  
Zwischen 14 – und 17 Uhr wird Frau Berkemer, Leiterin des Kulturamtes Bad Krozingen, alle Wissbegierigen durch das Schloss und die Sammlung historischer Tasteninstrumente führen. Für das leibliche Wohl sorgt das Faller-Team, Team Sven`s Sonnenhof und das Agri-Forum-Team Cammerer. Ihre Kinder werden am Sonntag  während der gesamten Festzeit mit einem besonderen Programm betreut. Historische Kostüme runden das Gesamtbild ab. Weitere kleine Überraschungen warten wieder auf Sie.

Commedia dell'Arte

20.September 2008, 20.00 Uhr

Festliche Tage Alter Musik Ensemble Creatura: Margrita R. Wahrer und Rainer G. Mannich, Schauspiel Musikalische Umrahmung: Brigitte Täubl-Duftschmid, Violine Yukiko Tezuka, Violine Annekatrin Beller, Violoncello Enno Kastens, Cembalo und Orgel
Eine Synthese aus Schauspiel und Musik, Pantomime, Maskenspiel und gesprochenem Wort, Tanz und Akrobatik – das ist die dem Gesetz des „all’improviso“ folgende Commedia dell’Arte. Komödie, Tragödie und Tragikomödie zugleich, bezieht sie Elemente aus Pastorale, mythologischem Spektakel und allen Formen von Stegreiftheater mit ein.
Reichen ihre Ursprünge weit ins Italien des 16. oder gar 15. Jahrhunderts zurück, so wandelt sie sich kontinuierlich über die Jahrhunderte, passt sich allen Entwicklungen an bzw. macht sie sich zunutze und durchdringt und prägt ganze Genres. Kaum eine Kunstform ist so vielgestaltig und universell wie sie, die stets ein Spiegel der jeweiligen Gesellschaft ist, und auch ihre Archetypen (Arlecchino, Pantalone, Dottore, Capitano, Pulcinella, Colombina & Co.) gehen immer mit der Zeit und nehmen die unterschiedlichste Gestalt an. Was wären Goldonis Theaterstücke, Mozarts Opern oder moderne Verwicklungs- und Verwechslungskomödien ohne sie?

Fidicinium sacro-profanum

21.September 2008, 11.00 Uhr

Freiburger BarockorchesterConsort Werke von Johann Heinrich Schmelzer und Heinrich Ignaz Franz Biber

Der Titel des Programms bezieht sich auf Bibers gleichnamige Sammlung von Instrumentalstücken, die er 1683 komponierte, und charakterisiert einen barocken Kosmos aus weltlichen und geistlichen Werken, den Biber und Schmelzer im 17. Jahrhundert als die bedeutendsten Komponisten des Habsburger Reichs mehrfach virtuos und anrührend zugleich durchschritten haben.

Weltliche und geistliche Huldigungen

21.September 2008, 16.00 Uhr

Motetten von Josquin Desprez, Jacobus Vaet und Adrian Willaert (auch um 18.00 Uhr) Dufay-Ensemble Alain, Ebert, Altus Rolf Ehlers, Haute-Contre Michael Bunse, Tenor Florian Cramer, Tenor Clemens Flämig, Tenor Eckehard Kiem, Bass und Leitung

kiss me now

03.Oktober 2008, 20.00 Uhr

Englische Musik für Flöte und Tasteninstrumente Il Vero Modo Sven Schwannberger, Flöten Thomas Leininger, Tasteninstrumente

Das Duo IL VERO MODO wird in diesem Konzert mit Werken den verschiedenen Aspekten der Musik von John Dowland, William Byrd, Matthew Locke, Henry Purcell und anderen Komponisten nachspüren. Die melancholischen, heiteren und auch bizarren Wesenszüge dieser typisch englischen Musik werden durch Improvisationen weiter ausgelotet.

Tasten tasten 7

05.Oktober 2008, 11.00 Uhr

Saiten, Hölzer, Klänge - Führung durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey

Ein Saitenton, wie wir ihn nie gehört

18.Oktober 2008, 20.00 Uhr

Luigi de Philippi, Violine Arthur Schoonderwoerd, Hammerflügel

Die drei Violinsonaten von Johannes Brahms - entstanden in entspannter frühlingshafter und sommerlicher Atmosphäre in Pörtschach und am Thuner See - sind Meilensteine der Musik des reifen Brahms, der zu jener Zeit von seinen Zeitgenossen längst hoch geschätzt, ja verehrt wurde, wie obiges Zitat aus einem Gedicht auf die A-Dur-Violinsonate von Joseph Viktor Widmann uns ahnen lässt.
Übrigens sind die drei Sonaten auch drei Liebesgrüße - an Clara Schumann!

LUX NOCTIS

02.November 2008, 16.00 Uhr

Konzert mit Führung - Führung mit Konzert
Zu allen Zeiten haben die Menschen Nacht und Dunkelheit als Bild von Einsamkeit udn Entfernung vom Leben erfahren und sich in diesen Situationen nach dem Licht gesehnt. Solche Bilder evozierten sowohl Schriftliches als auch Klangliches. Enno Kastens stellt ausgewählte Instrumente der Sammlung Neumeyer-Junghanns-Tracey vor und erläutert Klang, Bau- und Spielweisen von Cembalo, Virginal, Spinett, Clavichord und Hammerflügel. Es erklingen - passend zur Jahreszeit - Werke und Texte zum Thema "Lux noctis". Textauswahl und Rezitation: Michael Teipel.

Schubert gestern - Schubert heute

14.November 2008, 20.00 Uhr

Lieder und Klaviermusik von Franz Schubert und Brice Pauset (Uraufführung) Léonor Lepretre, Sopran Brice Pauset, Hammerflügel
Die Lieder und die Klaviermusik von Franz Schubert sind teilweise sehr bekannt; ein großer Teil bleibt jedoch im Konzert meist ungehört - so z. B. seine Tänze. Diese scheinbar so "einfache" Musik kann aber ein Schlüssel zu einem neuen und umfassenden Verständnis Schubertscher Musik sein: sie ist modern in Notation, Rhythmus und beispielsweise in der kritischen Beziehung zur Volksmusik seiner Zeit. Das Konzertprogramm mischt innerhalb des Programms beide Seiten - Bekanntes steht neben Unbekanntem; Neuentdeckungen sind möglich.
Dazu erklingen Brice Pausets "kompositorische Improvisationen" aus Stücken des Nachlasses Schuberts als Uraufführung.

Adventskonzert

30.November 2008, 16.00 Uhr

Guillaume de Machaut und die Ars nova Kompositionen und Dimunitionen von und um Machaut Ensemble Santenay: Julla Schmidt, Gesang, Organetto Elodie Wiemer, Blockflöte Szilárd Chereji, Fidel Ori Harmelin, Laute
Wir  befinden uns im Frankreich des 14. Jahrhunderts, das Zentrum ist Paris. Dort blüht seit einiger Zeit eine hochentwickelte, zum großen Teil mehrstimmige Vokalmusik. Die Bezeichnung "Ars nova" geht zurück auf den Titel der Abhandlung gleichen Namens von 1320, die Philippe de Vitry zugeschrieben wird. Ein anderes wichtiges Traktat erläutert die neue, verbesserte Mensuralnotation, welche die Möglichkeiten der rhythmischen Notierung erweiterte. Auf deren beider Grundlage entstehen in dieser Zeit harmonisch und rhythmisch sehr komplexe und differenzierte Kompositionen, die zugleich emotional hoch expressiv sind. Als bedeutendster Künstler der Ars nova gilt Guillaume de Machaut.

Weihnachtskonzert

13.Dezember 2008, 20.00 Uhr

Konzerte für ein bis vier Cembali Studierende des Instituts für Alte Musik der Musikhochschule Freiburg unter Leitung von Prof. Dr. Robert Hill
In den Zeiten der Auseinandersetzung Johann Sebastian Bachs mit italienischer Musik, besonders den Concerti von Vivaldi, Marcello, Torelli u. a., entstanden seine Konzerte für mehrere Cembali - oft als Bearbeitungen teils eigener, teils fremder Konzerte für mehrere Violinen. Begonnen wurde diese Arbeit zunächst in Weimar und Köthen, zur Blüte gebracht dann später in Leipzig, wo Bach mit dem dortigen Collegium musicum unter Mithilfe seiner Schüler und Söhne alle Cembalokonzerte öffentliche zur Aufführung brachte.

Weihnachtskonzert

14.Dezember 2008, 16.00 Uhr

Konzerte für ein bis vier Cembali Studierende des Instituts für Alte Musik der Musikhochschule Freiburg unter Leitung von Prof. Dr. Robert Hill
In den Zeiten der Auseinandersetzung Johann Sebastian Bachs mit italienischer Musik, besonders den Concerti von Vivaldi, Marcello, Torelli u. a., entstanden seine Konzerte für mehrere Cembali - oft als Bearbeitungen teils eigener, teils fremder Konzerte für mehrere Violinen. Begonnen wurde diese Arbeit zunächst in Weimar und Köthen, zur Blüte gebracht dann später in Leipzig, wo Bach mit dem dortigen Collegium musicum unter Mithilfe seiner Schüler und Söhne alle Cembalokonzerte öffentliche zur Aufführung brachte.

Joseph Haydn und seine Schüler

18.Januar 2009, 16.00 Uhr

Werke von Joseph Haydn, Ignaz Pleyel und Johann Nepomuk Hummel Cuvilliés-Trio: Marjorie Pfister, klassische Flöte Angelika Hörtler, Víoloncello Varvara Manukyan, Hammerklavier
Haydn hinterließ in seiner langen Wirkungszeit nicht nur zahlreiche Werke, er war auch als Lehrer Vorbild für viele Komponisten auf unterschiedlichstem stilistischen Terrain.
Klaviertrios von Haydn selbst, sowie von seinem Schüler und Freund Ignaz Pleyel und von Johann Nepomuk Hummel, den er im Orgelspiel unterrichtete, werden in diesem Konzert erklingen.
 
Marjorie Pfister, Angelika Hörtler und Varvara Manukyan lernten sich im Rahmen ihrer Studien der Historischen Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik und Theater München kennen. Nach ihrem Debüt im Rahmen der Barocktage München im Mai 2007 beschlossen sie, sich besonders den Werken der Zeit von 1750 bis 1850 zu widmen und diese auf historischen Instrumenten, der klassischen Flöte, dem Cello und dem Hammerklavier, zu interpretieren. Die Klangwelt dieser Zeit wieder aufleben zu lassen und dem Publikum näher zu bringen, ist dem Cuvilliés-Trio ein besonderes Anliegen.

Concerto pastorale

30.Januar 2009, 19.30 Uhr

Ein Konzert der Nationen Violinkammermusikwerke von Georg Muffat, Johann David Heinichen und Pietro Antonio Locatelli Violinklasse Gottfried von der Goltz und Instrumentalklassen des Instituts für Historische Aufführungspraxis der Musikhochschule Freiburg
Italienischer, französischer und deutscher Stil – nebeneinander und ineinander! Eine Entdeckungsreise in stilistische Vielfalt, reiche Harmonik und differenzierte Satztechniken – jedes der heute Abend aufgeführten Werke birgt originelle Lösungen kompositorischer Probleme. Das ganze frisch musiziert von Studierenden der Musikhochschule Freiburg.

Claviere und Flügel

01.Februar 2009, 16.00 Uhr

Führung durch die Sammlung historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey.

Die verschiedenen Instrumententypen werden kurz vorgestellt – Bauweise, Klang und Geschichte erläutert und demonstriert. Außerdem gibt es wie stets Raum zum Fragen. - Spannende Einblicke ins Innenleben der Sammlung!

Die Führungen durch die Sammlung werden in der Regel von Enno Kastens (künstlerische Beratung) oder dem Cembalobauer Christoph Kern durchgeführt. Sie haben jeweils einen musikalischen oder einen technischen Schwerpunkt.

O tuneful voice

15.Februar 2009, 16.00 Uhr

...nur der Sehnsucht sich bewusst... Liebeslieder und Claviermusik von Ludwig van Beethoven und Joseph Haydn Gerd Türk, Gesang Edoardo Torbianelli, Hammerklavier

Joseph Haydn kam während seiner beiden Englandaufenthalte (1791/92 und 1794/95) mit der Dichtung von Anne Hunter in Berührung und schrieb daraufhin eine erste Sammlung von sechs Canzonetten, die 1794 veröffentlicht wurden. Dieser Sammlung folgte im Jahr darauf ein "second set" von Liedern, diesmal nach Texten von u.a. William Shakespeare. Die Lieder zeigen den reifen Kompositionsstil Haydns in höchster Vollendung, bald humorvoll, bald lyrisch, bald hochdramatisch.

 

Der Zyklus "An die ferne Geliebte" von Beethoven entstand im Jahr 1816  und beschreibt in sechs aufeinander bezogenen und zyklisch miteinander verbundenen Liedern die Sehnsucht eines Liebenden nach der von ihm "entfernten" (so der ursprüngliche Titel) Geliebten.

Goldberg-Variationen

27.Februar 2009, 19.30 Uhr

Marieke Spaans, Cembalo

Johann Sebastian Bachs „Aria mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen“ wurde 1741 als „Klavierübung IV. Teil“ gedruckt. Benannt wurde es nach dem Komponisten und Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg, einem Schüler Bachs, der - laut einer vom Bach-Biographen Forkel überlieferten Anekdote - dem russischen Gesandten am Dresdner Hof, dem Grafen Hermann Carl von Keyserlingk, aus dem Werk vorspielen sollte, wenn dieser an Schlaflosigkeit litt…

 

Bachs Goldberg-Variationen sind ein Muster an Vielfalt: alle denkbaren Tänze und Satzformen des Barock finden sich in ihnen und drücken sich in verschiedensten Charakteren und mit unterschiedlichsten Affekten aus. Virtuoses steht neben Schlichtem, Gesangliches neben kunstvollster Verarbeitung. Die Sorgfalt, mit der Bach hier zu Werke gegangen ist, lässt darauf schließen, dass er sich der Bedeutung dieses Werkes wohl bewusst war.

Kisten und Kästen

01.März 2009, 16.00 Uhr

Führung für Kinder durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente. Mit Charlotte Spahn (9 Jahre) und Enno Kastens.

Was verbirgt sich alles unter oder hinter diesen Deckeln? Was ist eigentlich eine Instrumentenschwangerschaft? Wozu gibt es Pedale? Haben alle Instrumente eigentlich gleich viele Tasten?

Die verschiedenen Instrumententypen werden kurz vorgestellt; es wird gezeigt, wie eine Saite zum Klingen kommt - und außerdem gibt es noch ein kleines Spiel...

... pour flute traversière seule...

14.März 2009, 19.30 Uhr

Zu Beginn des 18. wie des 20. Jahrhunderts gaben Komponisten wie Jacques Martin Hotteterre („Echos“, 1708) oder Claude Debussy („La flute de Pan, ou Syrinx“, 1913) ihren Solokompositionen für Flöte den Untertitel „pour flute traversière seule“.

Über die Jahrhunderte hinweg und als Ergänzung zur international etablierten „Ensemble-Akademie Freiburg“, die seit fünf Jahren von ihren Ensembles, dem ensemble recherche und dem Freiburger Barockorchester, erfolgreich veranstaltet wird, bieten Martin Fahlenbock und Karl Kaiser einen Extrakurs in der Aufführungspraxis von moderner Querflöte und barocker Traversflöte an.

 

Als Abschluss dieses Meisterkurses gestalten die Kursteilnehmer einen Konzertabend, in dem das mit den beiden Dozenten gemeinsam Erarbeitete vorgestellt werden soll. Im Mittelpunkt steht dabei stets eine inspirierende Begegnung zwischen Alt und Neu.

Alte Musik - junge Interpreten

15.März 2009, 16.00 Uhr

Das Conservatoire Mulhouse stellt sich vor – SchülerInnen und LehrerInnen der Abteilung Alte Musik musizieren und präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Bad Krozinger Tasteninstrumentensammlung Neumeyer-Junghanns-Tracey.

Zu hören gibt es Solo- und Kammermusik auf verschiedenen Instrumenten.

Auf den Flügeln des Gesangs

28.März 2009, 19.30 Uhr

Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy, Fanny Hensel, Robert und Clara Schumann, Norbert Burgmüller, Ludwig Berger und Carl Friedrich Zelter Eva Kirchner, Sopran Eckart Sellheim, Hammerflügel

Zu Beginn ihres Liederabends, der Felix Mendelssohn Bartholdy zu seinem zweihundertsten Geburtstag gewidmet ist, spüren Eva Kirchner und Eckart Sellheim den Wurzeln des Komponisten in Gestalt seiner beiden Berliner Lehrer Carl Friedrich Zelter und Ludwig Berger nach. Zelters Goethe-Vertonungen galten dem Dichterfürsten stets als Maßstab für stilvolle musikalische Ausdeutung seiner Texte; Berger war mit seinem Liederspiel "Die schöne Müllerin" auf Texte von Wilhelm Müller der gesellschaftliche Mittelpunkt der Berliner Salons - nur wenige Jahre bevor Schubert seinen Zyklus komponierte.

Des Weiteren stehen Heine-Vertonungen von Mendelssohn Bartholdy und seiner Schwester Fanny Hensel auf dem Pogramm, das mit dem Titel "Auf Flügeln des Gesanges" der Geistesverwandtschaft zwischen Mendelssohn und Heine Tribut zollt, während die vier überlieferten Lieder des Jubilars auf Texte von Goethe auf die gegenseitige Wertschätzung dieser beiden großen Geister hinweisen.

Das Programm wird schließlich abgerundet durch Uhland-Vertonungen von Mendelssohn Bartholdys engem Freund aus Düsseldorfer Tagen, dem allzu früh verstorbenen Norbert Burgmüller, und durch eine Reihe von Clara und Robert Schumanns Liedern nach Gedichten von Friedrich Rückert, wobei dessen Zyklus "Liebesfrühling" im Mittelpunkt steht.

Mozarts Klangwelt

22.April 2009, 19.30 Uhr

im Rahmen des Mozartfestes Bad Krozingen Besuch beim Claviermacher Andreas Stein Enno Kastens, Hammerflügel von Johann Andreas Stein (um 1780) Christoph Kern, Moderation

An Johann Andreas Stein (1728 - 1792) kommt nicht vorbei, wer sich mit Hammerflügeln beschäftigt. Dieses kreative Instrumentenbaugenie machte mit seinen Erfindungen und Verbesserungen den neuen Hammerflügel salonfähig und inspirierte damit zahlreiche Komponisten und Spieler. Mozart ist begeistert. 1777 schreibt er einen enthusiastischen Brief über seinen Besuch bei Stein in Augsburg an seinen Vater.

Auf dem originalen Stein-Flügel der Sammlung Neumeyer-Junghanns-Tracey von ca. 1780 erklingen Werke, die für ein solches Instrument in jener Zeit geschrieben worden sind – von Mozart natürlich, aber auch von anderen wie dem Augsburger Komponisten und Freund Steins, Johann Gottfried Eckard oder den Wiener Komponisten Joseph Haydn und Leopold Anton Koželuch.

Christoph Kern wird das Instrument Steins in einen historischen Zusammenhang stellen und Interessantes und Wissenswertes über Geschichte, Klang und Mechanik der frühen Claviere zu erzählen wissen.

Enno Kastens wird – vorwiegend, aber nicht ausschließlich – auf dem Stein-Flügel dem Frischen, Neuen, Unerhörten Ausdruck geben und die Musik einer neuen Epoche der Claviermusik zu Gehör bringen.

„Das sanfteste Clavier...“

26.April 2009, 16.00 Uhr

im Rahmen des Mozartfestes Bad Krozingen Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn Miklos Spanyi, Clavichord

Was finden wir Gemeinsames zwischen Carl Philipp Emanuel Bach, Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart? Eine der möglichen Antworten lautet: sie alle haben das Clavichord sehr gern gehabt. Dieses unscheinbare, doch so bedeutende und beliebte Instrument mit seinen Wurzeln irgendwo im frühen Mittelalter wuchs vom kleinen Kästchen zu einem relativ großen Instrument und erlebte eine echte Blütezeit in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

In dieser Periode wurden Werke, die heute allgemein eher mit dem Cembalo oder dem Hammerklavier assoziiert werden, sehr oft auf dem zarten, sanften und dynamisch sehr biegsamen Clavichord gespielt, insbesondere im Rahmen häuslichen Musizierens. Im deutschsprachigen Raum wurden Clavichorde sogar noch bis weit ins 19.Jahrhundert hinein gebaut!

Miklos Spanyi spielt zwei der vier originalen Clavichorde der Tasteninstrumentensammlung.

Musik aus Wien

10.Mai 2009, 19.30 Uhr

„Man muss dem Schicksal in den Rachen greifen!“ Werke von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Nikolaus Freiherr von Krufft und Ludwig van Beethoven

„Man muss dem Schicksal in den Rachen greifen“ meinte Ludwig van Beethoven vor mehr als 200 Jahren, und auch heute noch fordern seine Werke Mut und Risikobereitschaft. Musiziert auf Originalen und Kopien historischer Instrumente und unter Berücksichtigung der Ideen der Historischen Aufführungspraxis werden Beethovens und Joseph Haydns kammermusikalische Kompositionen zu einer spannenden Neuentdeckung. Zu Beginn des Konzertes wird ein selten gespieltes Divertimento von W. A. Mozart für drei Bassetthörner in die mystische Welt der Freimaurer entführen: Eine musikalische Reise ins geheimnisvolle Wien vergangener Tage!

Es musizieren Studenten der Abteilung für Alte Musik der staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, unterstützt von den Dozenten Wolfgang Brunner (Fortepiano), Martin Stadler (historische Oboe), Eckhard Lenzing (historisches Fagott) und Ernst Schlader (historische Klarinette).

Veni, vidi - lusi

17.Mai 2009, 19.30 Uhr

Tag der offenen Tasten Internationaler Museumstag

Ich kam, sah – und spielte! Nach Art unserer Jazzkollegen veranstalten wir einen Tag des spontanen Musizierens („Jam Session“) – alle ausgebildeten Tastenspieler von nah und fern sind mitsamt interessierter Kammermusikpartner eingeladen, die Instrumente der Sammlung zum Klingen zu bringen.

Darüber hinaus gibt es Gelegenheit, sich musikalisch kennen zu lernen und sich auszutauschen. Zwei öffentliche Führungen um 11 Uhr und 15 Uhr ergänzen das Angebot, und ein ebenso öffentliches ad-hoc-Konzert am Abend (19.30 Uhr) beschließt den musikalisch vielfältigen und reichen Tag.

Das Angebot richtet sich nicht nur an Studierende und Studierte der „Alten Musik“ – auch fortgeschrittene und interessierte Liebhaber sind herzlich willkommen!

Wir bitten um Anmeldung bis Ende April. Kulturamt Bad Krozingen, Tel. 07633/407-164; kulturamt@bad-krozingen.de

Musik im Aufbruch

23.Mai 2009, 19.30 Uhr

Quartette, Trios und Duos von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Schobert und Joseph Haydn Ensemble Aude Sapere Lotta Suvanto und Jörn-Sebastian Kuhlmann, Violinen Annekatrin Beller, Violoncello Enno Kastens, Cembalo und Hammerflügel

Aufregende Zeiten! Neue Formen, neue Besetzungen, neue Instrumente, eine neue Klangsprache... – Die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts ist auf nahezu allen Gebieten  innovativ. Alles ist in Bewegung; alte Strukturen werden aufgebrochen, neue Wege beschritten und mutige Experimente gewagt. Und es entsteht: aufregende Musik!

Claviere und Flügel

07.Juni 2009, 11.00 Uhr

Führung durch die Bad Krozinger Sammlung Historischer Tasteninstrumente am Tag der Kommunalwahlen in Baden-Württemberg

Die verschiedenen Instrumententypen werden kurz vorgestellt – Bauweise, Klang und Geschichte erläutert und demonstriert. Außerdem gibt es wie stets Raum für Fragen. - Spannende Einblicke ins Innenleben der Sammlung!

 

Die Führungen durch die Sammlung werden in der Regel von unserem künstlerischen Berater Enno Kastens oder dem Cembalobauer Christoph Kern durchgeführt. Sie haben jeweils einen musikalischen oder einen technischen Schwerpunkt. Inforamationen: 07633/407-164

„Wiener Klassik authentisch“

21.Juni 2009, 19.30 Uhr

Werke von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven Abegg-Trio: Ulrich Beetz, Violine Birgit Erichson, Violoncello Gerrit Zitterbart, Hammerflügel

Gerade die Kammermusikwerke der Wiener Klassik verändern radikal ihr Klangbild, wenn man sie mit historischen Instrumenten aufführt. In diesem Konzert erklingen Klaviertrios von Haydn, Mozart und Beethoven auf Hammerflügeln der Entstehungszeit der Kompositionen; die Streichinstrumente werden mit Darmsaiten und alten Bögen gespielt. Die Balance zwischen den Instrumenten wird neu gemischt, man hört die Werke in originalem Klanggewand und man versteht, warum die Komponisten so geschrieben haben.

Johann Sebastian Bach

03.Juli 2009, 19.30 Uhr

Violinsonaten Varoujan Doneyan, Violine Enno Kastens, Cembalo

Triosonaten in höchster Vollendung für Violine und konzertierendes Cembalo – dicht gewoben und locker gestrickt, gesanglich und virtuos, anrührend und erhebend. Bachs zeitlose Meisterwerke „sind von den besten Arbeiten des seeligen lieben Vaters“ (Carl Philipp Emanuel Bach).

Claviere und Flügel

12.Juli 2009, 16.00 Uhr

Führung durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey

Die verschiedenen Instrumententypen werden kurz vorgestellt – Bauweise, Klang und Geschichte erläutert und demonstriert. Außerdem gibt es wie stets Raum zum Fragen. - Spannende Einblicke ins Innenleben der Sammlung!

 

Die Führungen durch die Sammlung werden in der Regel von unserem künstlerischen Berater Enno Kastens oder dem Cembalobauer Christoph Kern durchgeführt. Sie haben jeweils einen musikalischen oder einen technischen Schwerpunkt. Die Verteilung wird kurzfristig festgelegt und kann unter 07633-3700 erfragt werden.

Tasten und Knöpfe

24.Juli 2009, 19.30 Uhr

Konzert des Akkordeon-Solisten Gianluca Campi. Ein Konzert der Schloßkonzerte Bad Krozingen in Zusammenarbeit mit dem HAC Bad Krozingen.

Der Beginn der Musikinstrumente mit durchschlagenden Zungen wie Mundharmonika, Handharmonika und Harmonium liegt zwischen 1790 und 1825.

Also in der Zeit als das Cembalo endgültig vom Pianoforte abgelöst wurde und wegen seiner größeren Ausdrucksfähigkeit besser der damaligen musikalischen Praxis entsprach.

An verschiedenen Orten arbeiteten Musiker wie Instrumentenmacher daran die Ausdrucksfähigkeit und die Expressivität (stufenlose Dynamik) der Orgel zu steigern. Deshalb sind in der Sammlung Neumeyer-Junghanns-Tracey neben Orgelpositiv und Regal auch Physharmonika und Harmonium zu finden. Wird bei diesen Tasteninstrumenten der notwendige Wind durch größere Bälge produziert, die mit den Füßen oder durch eine zweite Person betätigt werden, so geschieht dies bei den kleineren tragbaren Varianten Akkordeon, Konzertina, Bandoneon, etc. durch die Hände.

Dass das Akkordeon ein ernstzunehmendes Konzertinstrument ist, haben nicht nur die Originalkompositionen von Paul Hindemith, Mauricio Kagel und Luigi Nono bewiesen, auch viele Interpreten tun es, die Werke des 18. u.19. Jahrhunderts auf diesem Instrument zum klingen bringen.

 

 

Rastlose Liebe

09.August 2009, 19.30 Uhr

Komponisten der Romantik auf der Suche nach dem Glück Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Carl Bärmann und Carl Maria von Weber Susanne Ehrhardt, Klarinette Paul Sturm, Hammerflügel

Das Konzert widmet sich einem Lieblingsinstrument der Romantik: der Klarinette. Mendelssohn und Weber haben sich von den beiden Klarinettisten Heinrich und Carl Bärmann (Vater und Sohn) zu ihren Werken inspirieren lassen. So entstand Webers fulminantes Grand Duo für Klarinette und Klavier und Mendelssohns Klarinettensonate. Von Carl Bärmann erklingen außerdem einige Charakterstücke, die er nach Gedichten von Goethe komponiert hat – also quasi „Lieder ohne Worte“ – und sein malerisches Stück „Aus meinem Künstlerleben“. Ergänzt wird das Programm durch einige von Mendelssohns Liedern ohne Worte für Klavier.        

Die Oper daheim

23.August 2009, 16.00 Uhr

Kinder- und Familienkonzert Alter: ab 6 Jahren Das Papiertheaterensemble „Die Pappenspieler“ präsentiert Mozarts „Zauberflöte“

Wie es wohl wäre, wenn man „große Oper“ im eigenen Wohnzimmer spielte? Das Orchester würde auf wenige Instrumente zusammengespart, die Bühne wäre ebenso schnell auf- wie abgebaut, für schwebende Göttinnen bräuchte man keine Zustimmung der Bühnengewerkschaft, die Sänger hätten keinerlei Starallüren, wären stets gutgelaunt und blendend disponiert ...

Das gibt es nicht? Aber ja! Diese Art der Aufführungen war im 19. Jahrhundert sehr beliebt. In diesem Konzert kann man es wieder erleben, wenn das Freiburger Ensemble Die Pappenspieler seine Fassung der Mozartschen „Zauberflöte“ präsentiert. 

„Sphärenmusik“

10.September 2009, 19.30 Uhr

Teilnehmerkonzert der Ensemble-Akademie Freiburg

In diesem Konzert präsentieren ausgewählte Teilnehmer/innen der 6. Ensemble-Akademie Freiburg das mit den Dozenten vom Freiburger Barockorchester und dem ensemble recherche gemeinsam Erarbeitete.

Unter dem Titel „Sphärenmusik“ beschäftigt sich die Ensemble-Akademie 2009 mit den Einflüssen der Naturwissenschaften, der gesellschaftlichen Kräfte und der Sphären anderer Kunstwerke, die viele Werke des Barock und der Neuen Musik geprägt haben. Musik als Ausdruck des Unsagbaren, als seine klingende Übertragung in eine andere Dimension? Oder doch bloß ein Abbild, Abklang, Echo eines konkreten Vorbilds?

 

Wie schon im vergangenen Jahr steht die Idee eines Diskurses zwischen Alt und Neu, einer gegenseitigen Inspiration von Alter und Neuer Musik, dabei im Zentrum dieses ungewöhnlichen Abends.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Baden-Württembergischen Ensemble-Akademie Freiburg

„...und so musste ich original werden“

26.September 2009, 19.30 Uhr

Festliche Tage Alter Musik Werke von Joseph Haydn Christine Schornsheim, Cembalo und Hammerflügel

Haydns Claviermusik: voller Ideen, vielschichtig, launig und immer originell. Ein weites Experimentier- und Spielfeld eines der fantasievollsten Geister der Musikgeschichte!

„Concerto delle Dame“

27.September 2009, 16.00 Uhr

Festliche Tage Alter Musik Musik am Hofe zu Ferrara Werke von Luzzascho Luzzaschi, Claudio Monteverdi und Girolamo Frescobaldi Regina Kabis, Beate Spaltner und Sibylle Schaible, Sopran Johanna Seitz, Harfe Martin Müller, Orgel und Cembalo

Um 1580 enstand auf Anregung der Herzogin Margherita am Hofe zu Ferrara eines der erstaunlichsten Ensembles der Musikgeschichte, das Concerto delle dame di Ferrara.

Die Sängerinnen  Livia d’ Arco, Laura Peperara und Anna Guarini lebten und sangen hier und genossen bis etwa 1600 höchsten Ruhm.

Ihre engelsgleichen Stimmen und ihre Virtuosität verbreiteten eine mystische Aura und lösten an anderen Höfen wie in Neapel, Florenz und Rom heftiges Nacheifern aus.

Musikalischer Mentor des Originals war Luzzascho Luzzaschi, Cembalist, Organist und Lehrer, dessen Madrigalsammlung bestehend aus Soli, Duetten und Terzetten erklingt.

Virtuosität und Beseeltheit zeichnen diese selten aufgeführten Werke aus, denen ergreifende italienische Texte zu Grunde liegen.

Mit Dichtern wie Giambattista Guarini und Torquato Tasso legt Luzzaschi vor allem mit diesen zwölf Madrigalen ein eindrucksvolles Zeugnis für die Blüte der Musikkultur an den italienischen Höfen des 16. Jahrhunderts ab.

Dicht verwoben präsentiert sich die Kunst von Dichter, Komponist und Ausführenden.

„Mozart, Rosenberger, Neumeyer“

11.Oktober 2009, 16.00 Uhr

Namen und Musik Vortrag mit Konzert – Konzert mit Vortrag Prof. Dr. Konrad Kunze, Moderation Enno Kastens, Cembalo, Clavichord, Hammerflügel

Wussten Sie schon, dass der Name van Beethoven „der vom Rübenhof“ bedeutet und der Name Mozart möglicherweise etwas mit Schlamm zu tun hat? Oder dass das Wort Geige im alemannischen Dialekt entstanden ist? Woher kommt eigentlich das Wort Klavier, und warum heißt ein relativ leises Instrument ausgerechnet Laute?

Komponisten und Instrumente werden einmal etwas anders vorgestellt; musikalischen Begriffen und Namen wird auf den Grund gegangen.

Wer könnte dazu berufener sein als der Freiburger Germanist Konrad Kunze, der weltweit zu den führenden Namenforschern gehört?

Dazu erklingt Musik von entsprechenden Komponisten auf entsprechenden Instrumenten (Cembalo, Clavichord, Hammerflügel), gespielt von Enno Kastens.

Kisten und Kästen

18.Oktober 2009, 16.00 Uhr

Führung für Kinder durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Mit Charlotte Spahn (9 Jahre) und Enno Kastens

Was verbirgt sich alles unter oder hinter diesen Deckeln? Was ist eigentlich eine Instrumentenschwangerschaft? Wozu gibt es Pedale? Haben alle Instrumente eigentlich gleich viele Tasten?

Die verschiedenen Instrumententypen werden kurz vorgestellt; es wird gezeigt, wie eine Saite zum Klingen kommt - und außerdem gibt es noch ein kleines Spiel...

Sonderkonzert mit Überraschung

25.Oktober 2009, 16.00 Uhr

Extrakonzert für Freunde und Förderer der Schlosskonzerte Bad Krozingen (Geschlossene Veranstaltung, nur für Mitglieder!)

„L’Art de toucher le clavecin“ II

04.November 2009, 19.30 Uhr

Nachdem der erste Abend dieser Art im letzten Jahr so guten Anklang gefunden hat, veranstalten wir erneut ein Konzert mit den Cembaloklassen der Musikhochschulen Freiburg, Trossingen, Straßburg und Basel. Es konzertieren Studierende der Klassen Marieke Spaans, Aline Zylberajch, Robert Hill und Jörg-Andreas Bötticher.

Händels Duelle

08.November 2009, 16.00 Uhr

Kinder- und Familienkonzert Alter: ab 6 Jahren Mit Geoffrey Thomas

Zehn Charaktere, neun Storys, acht Musikstücke.

 

Händels Duelle ist eine bunte Mischung aus Theater und Musik. Es ist ein Programm für alle, die Spaß an der Musik haben wollen, die gerne gute Erzählungen hören und die eine Stunde mit einer genialen und lustigen Figur aus der Geschichte verbringen möchten.

 

Warum hat der junge Händel ein Clavichord auf dem Dachboden versteckt? Wie hat ein Knopf sein Leben gerettet? Warum ist eine Sängerin fast aus dem Fenster geflogen? Was ist mit dem Duell mit Scarlatti? Wie wurde Händel von einem Nervenzusammenbruch geheilt?

 

Geoffrey Thomas spielt zehn verschiedene Charaktere, die Händels Leben aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen. Jede Story wird von einem Musikstück untermalt, live auf einem historischen Tasteninstrument vorgeführt.

Claviere und Flügel

14.November 2009, 16.00 Uhr

Führung durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey

Die verschiedenen Instrumententypen werden kurz vorgestellt – Bauweise, Klang und Geschichte erläutert und demonstriert. Außerdem gibt es wie stets Raum zum Fragen. - Spannende Einblicke ins Innenleben der Sammlung!

 

Die Führungen durch die Sammlung werden in der Regel von unserem künstlerischen Berater Enno Kastens oder dem Cembalobauer Christoph Kern durchgeführt. Sie haben jeweils einen musikalischen oder einen technischen Schwerpunkt. Die Verteilung wird kurzfristig festgelegt und kann unter 07633-3700 erfragt werden.

„Sie sind uns nur vorausgegangen...“

15.November 2009, 16.00 Uhr

Prof. Dr. Christoph Student, Deutsches Institut für Palliative Care Bad Krozingen, Textauswahl und Konzeption Studierende der Sprecherziehungsklasse Judith Heinemann (Musikhochschule Freiburg) Juris Teichmanis, Violoncello

Musik von Johann Sebastian Bach und Texte zum Thema Tod und Sterben.

Cembalo Transalpino

29.November 2009, 16.00 Uhr

Preisträgerkonzert des Fritz-Neumeyer-Wettbewerbs 2008 Werke von Girolamo Frescobaldi, Johann Jakob Froberger, Peter Philips und Domenico Scarlatti Carla Catalina Vicens Jéldrez, Cembalo und Virginal

Einst waren die Alpen mehr als eine geographische Grenze. Sie trennten nicht nur Länder und Menschen, sondern auch ganze Kulturen. Sie zu überqueren bedeutete, eine beschwerliche Reise auf sich zu nehmen und einzutauchen in etwas ganz und gar Neues – in beide Richtungen.
Die Leidenschaft, Freizügigkeit und Genialität der italienischen Musik und ihr südlicher Charme hat, nachdem sie den gefährlichen Weg durch Eis und Schnee überwunden hatte, nach und nach alle Länder erobert und einen großen Einfluss in der Musik ganz Europas hinterlassen.

Weihnachtskonzert

05.Dezember 2009, 19.30 Uhr

und am 06.12.2009, 16.00 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Studium Generale der Universität Freiburg

Felix Mendelssohn Bartholdy ist in den Jahren zwischen 1821 und 1832 viel - und von Goethe gern gesehener Gast im Haus am Frauenplan. Der greise Goethe schätzt am noch jungen Mendelssohn sowohl dessen großes musikalisches Talent als auch dessen musikhistorische Kenntnis. Mal unter vier Augen mit dem 'Olympier', mal in größeren Salongesellschaften gibt Mendelssohn Kostproben seines Könnens und diskutiert über Musik, aber auch über Malerei und Literatur.

Im ersten Teil stehen die Lieder Mendelssohns nach Texten von Goethe im Vordergrund. Prof. Ludwig Holtmeier spielt ein historisches Instrument der Sammlung Neumeyer-Junghanns-Tracey, Gesang: Florian Cramer. Der zweite Teil der Veranstaltung widmet sich den Briefen und Gesprächen Goethes und Mendelssohns. Konzept und Ausführung Patrick Blank und Alfred Marquart.

Robert Schumanns späte Klaviermusik

24.Januar 2010, 16.00 Uhr

Tobias Koch, Hammerfluegel
Kaum eine Klaviermusik ist von so vielen Rätseln, Mythen und Missverständnissen umgeben wie die späten Werke von Robert Schumann. Allzugroß lag der Schatten des bedrückenden Endes eines der bedeutendsten romantischen Komponisten über seinen geheimnisvoll in die Zukunft gerichteten Werken. Zur 200. Wiederkehr von Robert Schumanns Geburtstag im Jahre 2010 spielt und erläutert Tobias Koch diese besondere Klaviermusik, von der Clara Schumann sagte: "Es ist so eine ganz eigne Stimmung darin". Von romantisch-ganzheitlicher Naturerfahrung (und eben nicht -verklärung!) bis zu sphinxhaft ineinander verschlungener Polyphonie erschließt Schumann neue kompositorische Bahnen - ein Aufbruch in jene Zukunft, die ein Ende ist, oder eher ein unbekannter Anfang? Dazu passend oder kontrastierened - je nach Blickwinkel - zeigen wir einige ausgewählte Tuschezeichnungen des Freiburger Künstlers Dieter Maertens, seinem Zyklus "Waldszenen" entnommen. Ein Grenzgang Musik - bildende Kunst, eine Verbindung vom Hörbaren und Sichtbaren, die unseres Wissens so im Schloss Bad Krozingen noch nicht stattgefunden hat. Nach dem Konzert ergibt sich Gelegenheit zum Austausch über Musik und Bilder.

"Conversations galantes"

05.Februar 2010, 19.30 Uhr

Jean-Philippe Rameau: Pièces de Clavecin en Concerts Musiker vom Institut für Historische Aufführungspraxis der Musikhochschule Freiburg. Jean-Philippe Rameau: Pièces de Clavecin en Concerts von 1741 bilden einen Höhepunkt französischer Kammermusik des 18. Jahrhunderts. Es sind programmatische Cembalostücke mit dynamischer und farblicher Unterstützung von Flöte, Violine und Viola da gamba, wahre "Conversations galantes"; gehobene Gespräche und Interaktionen in einem behutsam verwobenen Miteinander.

Das Schlossgespenst

21.Februar 2010, 16.00 Uhr

Kinder- und Familienkonzert. Für Kinder ab 6 Jahren. Ein Gespenst wohnt ganz allein im großen Schloss - mit einem verstimmten Klavier, auf dem es ab und zu etwas Gespenstermusik macht. Da zieht eines Tages ein Mann ins Schloss und bringt viele, viele Musikinstrumente mit - mehrere Cembali, Clavichorde, Hammerflügel - und sogar eine Orgel. Das neugierige Gespenst und der Mann lernen sich kennen und freunden sich an. Das Gespenst erlebt nun ganz viel Musik - und der Mann öffnet nicht nur Instrument um Instrument - sondern auch sein Herz... Ein Konzert mit Geschichte - oder eine Geschichte mit Konzert - von und über Musikinstrumente, Freundschaft und die verbindende Kraft der Musik. Es wirken mit: Stephanie Pricking - Erzählerin Enno Kastens . Cembalo, Clavichord, Orgel und Hammerflügel Kinderchor Tunsel (Leitung: Ulrika Winterhalter-Fehrenbach)

"Freude des Himmels, Ergetzen der Erden"

06.März 2010, 19.30 Uhr

Werke von Johann-Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann, Marco Uccelinie und Andrea Falconieri Brigitte Duftschmid-Täubl, Violine Kerstin Bögner, Blockflöte und Gesang Gerhard Gnann, Cembalo

Den schön'sten Zeitvertreib in unserem Leben/Weiß doch Music allein zu geben", befand Georg Philipp Telemann 1723, und mit Triosonaten, Choralgesängen und anderen Werken in verschiedenen Besetzungen verspricht dieses Konzert des Bad Krozinger/Staufener Trios wahrhaft abwechslungsreich zu werden und wohl die Ohren der Musikliebhaber zu ergötzen...
Und, nochmals Telemann:
"Freude des Himmels, Ergetzen der Erden,
Edelste Klinge-Kunst, süsseste Lust!
Laß uns in deinem begeisterten Wesen
Jener Vollkommenheit Inbegriff lesen,
Wo wir durch Singen belustiget werden,
Welches hier unten noch niemand bewusst."

Claviere und Flügel

07.März 2010, 16.00 Uhr

Führung durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey: Die verschiedenen Instrumententypen werden kurz vorgestellt - ihre Geschichte, ihre Bauweise und ihr jeweiliger Klang erläutert und demonstriert. Außerdem gibt es wie stets Raum zum Fragen. - Spannende Einblicke ins Innenleben der Sammlung! Musik: Stephanie Gurga

"à violino solo"

13.März 2010, 19.30 Uhr

Es erklingt ein Konzert der Meisterklassen von Petra Müllejans und Melise Mellinger im Rahmen der Ensemble-Akademie Freiburg. Präsentiert werden Solo-Werke für Violine vom 17. Jahrhundert bis heute.

"...auf Saitenwegen"

19.März 2010, 19.30 Uhr

Musik für zwei Viole da Gamba und Tasteninstrumente: Werke von Locke, Morley, Forqueray, Marais, Benda Les Escapades: Sabine Kreutzberger und Barbar Pfeiefer, Viola da Gamba Martin Lubenow, Cembalo und Orgel Les Escapades stellen "auf Saitenwegen" Komponisten vor, die im normalen Konzertleben eher selten vertreten sind.

Kisten und Kästen

21.März 2010, 16.00 Uhr

Kisten und Kästen Führung für Kinder durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente. Was verbirgt sich alles unter oder hinter diesen Deckeln? Was ist eigentlich eine Instrumentenschwangerschaft? Wozu gibt es Pedale? haben alle Instrumente gleich viele Tasten? Diese und tausend Fragen mehr können am heutigen Tag gestellt werden! Die verschiedenen Instrumententypen werden kurz vorgestellt; es wird gezeigt, wie eine Saite zum Klingen kommt - und außerdem gibt es noch ein kleines Spiel...

Märchenland und Kegelbahn

11.April 2010, 16.00 Uhr

Im Rahmen des Mozartfests Bad Krozingen. Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann. Daniel Beyer, Klarinette; Annette Schmidt, Viola Enno Kastens, Fortepiano
Der eine - Robert Schumann - hat sich der Erforschung zauberischer Märchenwelten ganz hingegeben, der andere - Wolfgang Amadeus Mozart - schreibt, wenn man der Überlieferung Glauben schenken mag, ganz nebenher auf der Kegelbahn ein Trio auf...
Was beide Welten, die des "Kegelstatt-Trios" von Mozart und die der "Märchenbilder", "Märchenerzählungen" und "Fantasiestücke" von Schumann gemeinsam haben und wo sie ganz und gar unterschiedlich sind, können Sie in diesem Konzert erleben. Verschlierung und Klarheit, Rückzug und Direktheit, Traum und Wirklichkeit.

Mozart und die Romantik

25.April 2010, 16.00 Uhr

Im Rahmen des Mozartfestes Bad Krozingen. Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Fernando Sor, Francesco Molino, Joseph Kreutzer und Caspar Joseph Mertz. Trio "Sérénade à trios". Petra Müllejans, Violine und Viola; Karl Kaiser, Traversflöte; Sonja Prunnbauer, Gitarre
Für uns heute ist Mozart mit Haydn und Beethoven geradezu ein Säulenheiliger des klassischen Stils. Das war mit der beginnenden Romantik um 1800 vor allem in Deutschland ganz anders. Diese schwärmerische, antiaufklärerische und extrem subjektive Strömung in der Kunst verstand Mozarts Werk als "romantisch" par excellence, nahm die dunklen und quasi subversiven Momente in Mozarts Musik, die Schilderung des Unbewussten und Bedrohlichen sehr sensibel wahr. Gerade der Kontrast zu dem Hellen und "Apollinischen", das ja auch immer als ein Charakteristikum Mozarts gesehen wurde, machte die unheimliche und nächtliche Seite dieses Weltgenies umso attraktiver.
Kein Wunder, dass Mozarts Sprache die frühen Romantiker zur Nachahmung anregte, zur bewussten Aneignung seines Oeuvres durch Bearbeitung, durch Imitation, durch Überschreitung, durch Transpositiion in eigentlich fremde instrumentale Klänge, also zur kreativen Aufarbeitung dieser Supernova am Himmel der Musik.

Im wunderschönen Monat Monat Mai

08.Mai 2010, 19.30 Uhr

Lieder- und Klavierabend mit Werken von Wolfgang Amadé Mozart, Franz Schubert, Robert Schumann u.a. Maximilian Kiener, Tenor und Wolfgang Brunner, Fortepiano
"Im wunderschönen Monat Mai, als alle Knospen sprangen..." beginnt Heinrich Heines "Dichterliebe" - ein Grund für Maximilian Kiener und Wolfgang Brunner nicht nur den "Blauen Blumen der Romantik" und deren leuchtenden, funkelnden, duftenden? Vertonungen nachzuspüren. Und auf solch einem Blumenteppich dann Schumanns Dichterliebe auszubreiten... Dass alte Tasteninstrumente besonders farbenreich klingen, ist ja sowieso in der Krozinger Sammlung schon Allgemeinwissen geworden!

Internationaler Museumstag

16.Mai 2010, 16.00 Uhr

Führung durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey Die verschiedenen Instrumententypen werden kurz vorgestellt – ihre Geschichte, ihre Bauweise und ihr jeweiliger Klang erläutert und demonstriert. Außerdem gibt es wie stets Raum zum Fragen. – Spannende Einblicke ins Innenleben der Sammlung! Die Führungen durch die Sammlung werden in der Regel von Enno Kastens (künstlerische Beratung) oder vom Kurator der Sammlung, Christoph Kern, durchgeführt. Sie haben jeweils einen musikalischen oder einen technischen Schwerpunkt.

Lucenta Stella, der leuchtende Stern

30.Mai 2010, 19.30 Uhr

Himmel und Erde, Menschen und Sterne... Eine Reise in die feine und virtuose Musik des 14. und 15. Jahrhunderts, die in ihrer Besonderheit und mit ihren Eigenheiten uns Heutigen manchmal so fern zu sein scheint wie ein Stern einer anderen Welt, und die uns dann doch wieder so nahe geht, bezaubert und ganz erfüllen kann. Thematisch geht es in den Werken des heutigen Konzerts um die „Hohe Frau“, die Muttergottes, die tugendhafte Seele der unerreichbaren Frau, die höfische Liebe – und um den leuchtenden Stern – fern wie ein himmlisches Wesen... Es spielt das Mittelalter-Ensemble der Schola Cantorum Basiliensis, Leitung Corina Marti Einstudierung: Catalina Vicens

Ein Konzert zu Ehren der mittelalterlichen Tasteninstrumente. Es erklingt Musik von Codex Faenza, Buxheimer Orgelbuch, Zachara de Teramo, F. Landini, Dufay, mit Schwerpunkt auf instrumentalen Bearbeitungen von Vokalmusik des 14. und 15. Jh.

Es spielen Studenten von der Mittelalterabteilung der Schola Cantorum Basiliensis unter der Leitung von Corina Marti.

Corina Marti -  Clavicytherium, Clavisimbalum, Blockföte und Leitung

Carla Catalina Vicens J.- Clavicytherium, Clavisimbalum und Organetto

Lisa Magrini- Sopran

Doron Schleifer - Altus

Matias Michelli - Tenor

Mathias Spoerry - Bariton

Tore Eketorp – Fidel

Die Schola Cantorum Basiliensis – Hochschule für Alte Musik in Basel, 1933 gegründet von dem Dirigenten und Mäzen Paul Sacher, ist ein einzigartiges Forum für professionelle Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Alten Musik. Darüber hinaus ist sie ein Forschungszentrum für die Historische Musikpraxis, sie gibt Bücher- und CD-Reihen heraus und veranstaltet Konzerte, Dozierende und Studierende kommen aus aller Welt und bieten Gewähr für ein anregendes, vielsprachiges und multinationales Klima des Instituts.

"Nach willen Din".

12.Juni 2010, 19.30 Uhr

Tänze und Intavolierungen aus der Zeit 16. und frühen 17. Jahrhunderts Werke von Hofhaimer, Amerbach, Attaignant, Hassler u.a.

An der Wende zum 16. Jahrhundert erlebt die deutsche Tastenkunst eine erste große Blüte. Mit der Entwicklung der Mehrstimmigkeit in der Musik werden neue Instrumente gebaut, entstehen Vokalkompositionen, die von den Tastenspielern sofort auf ihre Virginale, Spinette oder Orgeln übertragen werden. Sie werden aus der separaten Stimmennotation in eine Spielpartitur gesetzt, "intabuliert". Dabei bilden sich auch eigenständige Spielfloskeln und -techniken aus. In der Epoche von 1490–1540 kann man die Entwicklung dieser Kunst ideal an der oberrheinischen Musik beobachten. Die bis anhin göttliche Musik wird durch die neue Grifftechnik auf dem Tasteninstrument "begreifbarer" und damit menschlich fassbarer. Diese Werke, die an der Schwelle zur Renaissance entstanden sind, vermögen uns heute immer noch durch ihre Frische und Unmittelbarkeit zu berühren. Dahinter zeigen sich Persönlichkeiten, die herausgefordert durch die Umwälzungen der Reformation und die neuen Perspektiven des Humanismus ihren individuellen Weg gehen.

 

Jörg-Andreas Bötticher, Virginal und Spinett

Alte Musik - junge Interpreten

27.Juni 2010, 16.00 Uhr

Konzert zur Förderung musikalischer Talente Alte Musik – junge Interpreten Schülerinnen und Schüler der Jugendmusikschulen Südlicher Breisgau und Freiburg und des Conservatoire Mulhouse musizieren Werke des 17. bis 19. Jahrhunderts auf „alten“ Instrumenten. Reduzierte Eintrittspreise 10 €/ 5 € (Studenten, Schüler)

Besuch beim Stein

02.Juli 2010, 19.30 Uhr

Konzert mit Führung - Führung mit Konzert Bernd Schäfer, Hammerflügel Christoph Kern, Moderation und Texte

Drei herausragende Hammerflügel aus drei Generationen der Clavierbauerdynastie Stein-Streicher-Streicher befinden sich in der Krozinger Sammlung. Sie repräsentieren auf einzigartige Weise Beginn, Entwicklung und Niedergang des Wiener Clavierbaus im 18./19. Jahrhundert.  

Christoph Kern, Kurator der Sammlung,  wird ihre kulturelle, technische und wirtschaftliche Bedeutung beleuchten. Dabei werden unter anderem auch Beethovens drängende Haushaltsprobleme und Schillers stürmische Flucht aus Württemberg eine Rolle spielen. Bernd Schäfer wird das Jahrhundert mit Mozart, Beethoven, Brahms und Liszt zum Klingen bringen.

Seth Carlin

18.Juli 2010, 19.30 Uhr

In Zusammenarbeit mit der Internationalen Klavierakademie Freiburg (Prof. Jura Margulis).

Seth Carlin zählt zu den weltweit führenden Hammerflügelspezialisten. Sein innovativer Interpretationsansatz eröffnet einen unverbrauchten Zugang zur klassischen und romantischen Klavierliteratur. Nach Studien in Paris, Harvard und an der Juilliard School in New York gewann er Preise bei verschiedenen Klavierwettbewerben, darunter beim renommierten Busoni-Wettbewerb. Er musizierte u.a. mit Roger Norrington, Anner Bylsma, Malcolm Bilson und dem Tafelmusik Orchestra Toronto. Er konzertierte u.a. bei den Festivals in Marlboro, Newport und Spoleto. Seth Carlin ist Professor an der Washington University in St. Louis. Verschiedene, vielbeachtete CD-Einspielungen mit Sonaten von Schubert und Beethoven sind bei Titanic erschienen. Er gilt in der Alte-Musik-Szene als Geheimtipp.

Idylle und Abgrund

23.Juli 2010, 19.30 Uhr

Werke von Franz Schubert und Felix Mendelssohn Bartholdy Elsa Ladislas, Violine, Matthieu Schweiger, Fortepiano beide vom Conservatoire de musique, danse et théatre de Mulhouse.
Bei Franz Schuberts drei Violinsonaten von 1816 fällt es schwer herauszufinden, ob die heitere Leichtigkeit, der sommerliche Ton oder der tiefe Ernst und die dunklen Farben überwiegen. Zu sehr sind hier Heiterkeit und Melancholie, sonniges Licht und abgründige Tiefe in ein Ganzes eingegangen. Und genau das macht diese Musik so einzigartig. Und Felix Mendelssohn Bartholdy? 1838 brachte Robert Schumann ihm von einem Besuch bei Schuberts Bruder Ferdinand die große C-Dur-Sinfonie mit. Mendelssohn versenkt sich in Schuberts "Himmlische Längen", führt die Sinfonie 1839 in Leipzig auf - und komponiert gleichzeitig seine F-Dur-Violinsonate, die ihrerseits über hundert Jahre unveröffentlicht geblieben ist, als Hommage an den Meister des Lieds, Franz Schubert.

Kinder- und Familienkonzert

05.August 2010, 16.00 Uhr

Emil, der Detektiv, auf der Suche nach der verlorenen Melodie. Ein musikalisches Suchspiel mit Jasmin und Eberhard Busch (Auerbachs Kellertheater)

Leidenschaft

10.September 2010, 20.00 Uhr

In diesem Konzert präsentieren ausgewählte Kursteilnehmer der 7. Ensemble-Akademie Freiburg das mit den Dozenten vom Freiburger Barockorchester und dem ensemble recherche gemeinsam Erarbeitete in einem moderierten Konzert mit kurzen Einführungen in die einzelnen Werke. Die Idee eines Diskurses zwischen Alt und Neu, einer gegenseitigen Inspiration von Alter und Neuer Musik, steht dabei im Zentrum dieses ungewöhnlichen Abends.
Unter dem Titel "Leidenschaft" beschäftigt sich die vom Freiburger Barockorchester und dem ensemble recherche veranstaltete Ensemble-Akademie in diesem Jahr mit einem zentralen Thema der Musikgeschichte: Leidenschaft als Triebfeder jeglichen Musikmachens und Musikhörens - aber auch als Inspiration für Komponisten sowohl von Alter als auch Neuer Musik. "Der Ausdruck leidenschaftlicher Empfindungen ist der Hauptgegenstand der Tonkunst", schrieb schon Heinrich Christoph Koch in seinem Musikalischen Lexikon am Ende des 18. Jahrhunderts. Und das hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert.

"Himmel und Erde"

25.September 2010, 19.30 Uhr

Festliche Tage Alter Musik, 1. Tag: Liederabend mit Werken von Rubert Schumann Ekkehard Abele, Bariton Enno Kastens, Fortepiano (Conrad Graf, Wien um 1825)
In diesem Liederabend erklingen im ersten Teil einzelne Lieder nach verschiedenen Dichtern, die um das Thema "Himmel und Erde" kreisen; im zweiten Teil kommt Schumanns bedeutender Liederkreis op. 39 nach Gedichten von Eichendorff zu Gehör.

Offrandes musicales

26.September 2010, 16.00 Uhr

Aline Zylberajch und Martin Gester konzertiern an zwei Cembali der Sammlung Neumeyer-Junghanns-Tracey. Zu hören sind Werke von Antonio Soler, Francois Couperin und Johann Sebastian Bach

Offrandes musicales - musikalische Geschenke., Musik-Gaben oder Widmungen in Musik...
Oft wurden die Großen und Mächtigen mit Meisterwerken beschenkt, oft aber auch waren es Schüler, Frauen, Kinder und Kolelgen, denen diese Gaben zuteil wurden. Die Musik macht keine Unterschiede und kennt keinen Rang und keine Stände - für sie und vor ihr sind alle gleich. Und ist nicht das Musizieren selbst wie ein Darbringen eines irdischen "Opfers" und eine Hinwendung zum Himmel?
Einige solcher himmlischen Geschenke erklingen in diesem Konzert - Solers galante Konzerte für zwei Cembali, seinem Schüler, Prinz Gabriel gewidmet, Bachs für die musikalische Erziehung seiner Söhne komponierten Triosonaten und Couperins "`L'Apothéose de Corelli", eine Huldigung an seinen verehrten Vorgänger.

"Schläft ein Lied in allen Dingen..."

08.Oktober 2010, 19.30 Uhr

Werke von Clara Schumann, Robert Schumann, Franz Xaver Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. Es spielt das Cordelair-Trio mit Stefanie Geisberger, Traversflöte; Ulrich Schwarze, Violoncello; Elke Rüssmann, Fortepiano
In kammermusikalischer Hinsicht enthält das Programm alle Facetten dieser vom Lied geprägten Epoche: das Klaviertrio von Clara Schumann ist eine zarte, lyrische und schweigende Musik, das liedhafte Rondo von Franz Xaver Mozart (dem Sohn W.A. Mozarts) hat einen melancholischen Grundcharakter, und das ideenreiche, leidenschaftliche und beseelte Klaviertrio d-moll, op. 49 von Felix-Mendelssohn Bartholdy .- in der vom Komponisten selbst bearbeiteten, selten gehörten Fassung mit Traversflöte - einthält einen ganzen Kosmos von Melodien.
Und fast wie Lieder (ohne Worte...) präsentieren sich auch die fünf Stücke im Volkston für Violoncello und Klavier von Robert Schumann, die aus dessen produktivster Schaffensphase stammen.

Führung durch die Sammlung

24.Oktober 2010, 11.00 Uhr

Die verschiedenen Instrumententypen der historischen Sammlung werden kurz vorgestellt - ihre Geschichte, ihre Bauweise und ihr jeweiliger Klang erläutert und demonstriert. Außerdem gibt es wie stets Raum zum Fragen. - Spannende Einblicke ins Innenleben der Sammlung!
Die Führungen durch die Sammlung werden in der Regel von Enno Kastens (künstlerische Beratung) oder vom Kurator der Sammlung, Christoph Kern, durchgeführt. Sie haben jeweils einen musikalischen oder einen technischen Schwerpunkt.

"Variatio delectat"

14.November 2010, 16.00 Uhr

Konzert mit Führung - Führung mit Konzert Prof. Dr. Christian Berger - Moderation Enno Kastens - Spinett, Virginal, Cembalo, Clavichord und Fortepiano
"Variatio delectat" - die Kunst der Veränderung.
Variationswerke des 15.-19. Jahrhunderts aus dem Codex Farenza, von Antonio de Cabezón, Jan Pieterszon Sweelinck, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven.

Adventskonzert

28.November 2010, 16.00 Uhr

Johann Sebastian Bach: "Das Wohltemperirte Clavier" Wieder ein "Cembalo international": die Cembaloklassen der Musikhochschulen aus Straßburg, Basel, Trossingen und Freiburg geben sich ein Stelldichein und musizieren eines der bedeutendsten Werke der Sololiteratur für Cembalo

In diesem Konzert erklingen ausgewählte Werke aus beiden Bänden des Wohltemperirten Claviers.

Weihnachtskonzert

11.Dezember 2010, 19.30 Uhr

Jos van Immenseel und MIdori Seiler spielen Werke von W.A.Mozart, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert.
Das gleiche Konzert findet auch am Sonntag, 12. Dezember 2010 um 16 Uhr statt.

Seelenklänge

22.Januar 2011, 19.30 Uhr

Märchen der Brüder Grimm für Erwachsene, musikalisch umrahmt mit Clavierstücken von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Abraham Peter Schulz, Joseph Haydn, Johann Wilhelm Häßler, Franz Schubert und Robert Schumann Gidon Horowitz – Erzähler Enno Kastens – Clavichord und Fortepiano
Als die Brüder Grimm vor etwa zweihundert Jahren ihre Märchen zu sammeln begannen, da wurden diese Geschichten vor allem für Erwachsene erzählt. Gidon Horowitz hat für diesen Abend einige der weniger bekannten Grimmschen Märchen ausgesucht, Geschichten voller Weisheit und Humor, die mit ihren Bildern die Seele berühren und zu einer inneren Reise durch nicht alltägliche Ebenen der Wirklichkeit einladen.

Zauberklänge

23.Januar 2011, 16.00 Uhr

Märchen für ZuhörerInnen ab 6 Jahren, musikalisch umrahmt mit Clavierstücken auf Clavichord und Fortepiano Gidon Horowitz, Erzähler Enno Kastens, Clavichord und Fortepiano

Ein Lied, das alle Lieder umfasst, ein Mann, der beinahe alles verliert und es dann wieder gewinnt, der bezaubernde Klang der ersten Geige… Davon erzählen die Märchen dieses Nachmittags, spannende und oft auch lustige Geschichten, die die Phantasie der Zuhörenden anregen und ihnen Mut geben. Zudem sind sie vielen noch neu und unbekannt, denn Gidon Horowitz erzählt Märchen der verschiedensten Länder und Völker und kann so aus einem nicht enden wollenden Schatz der Menschheit schöpfen.

Sonaten - Form gewordene Fantasien

06.Februar 2011, 16.00 Uhr

Antonio Piricone, Fortepiano, spielt Werke von Haydn, Mozart, Clementi und Beethoven.

Stellen Sie sich ein paar Grundregeln und eine zeitliche Begrenzung vor. In bzw. auf diesem Feld können Sie jetzt Ihre eigene Fantasie aussäen und wachsen lassen – und der Inhalt eines organischen Gebildes wird sich wieder einmal an die vorgegebene Form anpassen.Das muss für den Komponisten keine Einschränkung sein, sondern er kann sich der Bedingungen z.B. eines „Sonatenschemas“ bedienen, um ein musikalisches Ganzes mit Themen, Überleitungen, Durchführungen, Wiederaufnahmen plus diversen Randgebieten in mehreren Sätzen zu kreieren.

Seien Sie gespannt und hören Sie Sonaten einmal auf diese Art: Fantasie, die Form annimmt. Vier Werke, vier verschiedene Komponisten, vier unterschiedliche organische Architekturen.

 

Due Ançoliti – zwei Engel

20.Februar 2011, 16.00 Uhr

Klangwelten des Mittelalters. Eine Veranstalltung in Kooperation mit der Schola cantorum Basiliensis. Corina Marti - Clavisimbalum, Flöten Catalina Vicens - Clavisimbalum, Organetto

Die Blütezeit der italienischen Trecentomusik beginnt um 1300 und reicht bis weit ins Quatrocento hinein, einer turbulenten und aufregenden Zeit - politisch, gesellschaftlich und künstlerisch -, in der viele italienische Intellektuelle wie Petrarca oder Dante Alighieri ins Exil gehen mussten.
Neben den Höfen der herrschenden Familien Oberitaliens wurde Florenz zu einem der bedeutendsten Zentren der Kunst.

Das Programm „Due Ançoliti“, „zwei Engel“ – nach einer Komposition, die am heutigen Nachmittag erklingt - konzentriert sich auf Kompositionen, die an den Höfen der Visconti in Mailand, der Scaligeri in Verona, sowie (als Schwerpunkt) in der Kulturhauptstadt Florenz entstanden sind.

Es erklingen Kompositionen von Franceso Landini, Z. da Teramo, Bartlonio da
Padova, Don Paolo da Firenze u.a.
Eine besondere Stellung kommt dabei den kunstvollen Intabulierungen des Codex
Faenza zu, sowie auch den so genannten „Estampides“.

"... mit dem Wunderhorn"

13.März 2011, 16.00 Uhr

Werke von Ludwig van Beethoven, Ferdiand Ries, Nikolaus von Krufft und Friedrich Kuhlau. Hylke Rozerna, Naturhorn Mayumi Eguro, Fortepiano

Wien um 1800: Der Hornist Giovanni Punto – eigentlich hieß er Jan Vaclav Stich – sorgt mit seinen erstaunlichen Fähigkeiten dafür, dass mehr und mehr auch solistische Werke für dieses einstige Wald- und Jagdinstrument entstehen. Beethoven schreibt seine berühmte Hornsonate, deren Premiere im Wiener Burgtheater ein so großer Erfolg war, dass ihr mehrere Aufführungen in Kürze folgten.

Sowohl diese Sonate als auch Puntos virtuoses Spiel begeisterte so manchen Komponisten für diese Klangfarbe und inspirierte sie zu Sonaten für Horn und Fortepiano.

 

"Von der musikalischen Poesie"

27.März 2011, 16.00 Uhr

Carl Philipp Emanuel Bach und seine Dichterfreunde. Werke von Bach, Klopstock, Lessing, Claudius, Ramler, Didérot, Gerstenberg u.a.

Carl Philipp Emanuel Bach gehört zu den großen Revolutionären in der Musikgeschichte, zu Recht wird er als Originalgenie bezeichnet. Das „redende Prinzip“, welches er in die Musik einführt, veränderte die musikalische Sprache im 18.Jahrhundert grundsätzlich. Die Konsequenz, mit der er diese „Versprachlichung“ der Musik Zeit seines Lebens  weiterentwickelte und verfeinerte, geht einher mit einer steten Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Literatur und Dichtung, entsprechend eng war der Kontakt und Austausch mit seinen schriftstellerischen Zeitgenossen. Bereits als junger Mann verkehrte Bach in Berlin in vornehmen bürgerlichen Salons, machte die Bekanntschaft von Persönlichkeiten wie Gleim, Lessing und Ramler, später kamen in Hamburg Klopstock, Claudius, Gerstenberg und die Dichter des „Göttinger Hains“ dazu: Voss, Hölty, Overbeck, Miller und die Brüder Stolberg. Man verkehrte freundschaftlich und stand in regem Austausch, traf sich in Bachs Wohnung, um über Literatur und Ästhetik zu diskutieren, um die neuesten Dichtungen zu lesen, sie zu besprechen  - und Bachs Musik zu hören. Selten war der Kontakt zwischen Literatur und Musik wohl so eng und fruchtbar!

"Was heißt eigentlich barock?"

04.Juni 2011, 19.30 Uhr

Fantasievolles und Vielfältiges aus dem Institut für Historische Aufführungspraxis der Musikhochschule Freiburg. Veschiedene Besetzungen, größere und kleinere Ensembles, Bläser, Streicher, Tasten... - ein Einblick in die spannende und lebendige Arbeit des IHA! Es muszieren Studierende der Musikhochschule Freiburg. Die Hochschule für Musik Freiburg bietet künstlerische und pädagogische Ausbildung auf einer breit angelegten Palette musikalischer Berufsfelder sowie die Möglichkeit, an einer der renommiertesten Hochschulen für Musik in Deutschland in den Fächern Musikwissenschaft und Musikpädagogik zu promovieren.

Barocker Musiksalon

19.Juni 2011, 19.30 Uhr

Die Cembalisten Aleksandra Magdalena und Alexander Grychtolik lassen in diesem Konzert die hohe Kunst des "freien Vortrags" bei Johann Sebastian Bach lebendig werden. Es erklingen - eingerahmt von Werken Johann Sebastian Bachs und seiner Söhne - Improvisationen für ein und zwei Cembali in barocker Tradition. Das Improvisieren hatte zur Barockzeit einen besonderen Stellenwert. Denn bekanntlich waren die großen Clavierspieler wie J.S.Bach zu ihrer Zeit weniger für ihre Kompositionen, sondern mehr für ihr frei-virtuoses Improvisieren geschätzt. Erleben Sie das Fantasieren von Konzerten, Suiten und Fugen in einem "barocken Musiksalon"!

Ernst, besinnlich und heiter

02.Juli 2011, 19.30 Uhr

Fritz Neumeyer zum 111. Geburtstag. Fritz Neumeyer, der Begründer der Schlosskonzerte Bad Krozingen und der bedeutenden Instrumentensammlung, wäre heute 111 Jahre alt geworden - ein Anlass, den vielseitigen Meister der Tasten, der Worte und des Humors zu feiern. Es spielen ehemalige Schüler und WeggefährtInnen. Nach dem Konzert gibt es Raum für Gespräch und Austausch über Fritz Neumeyer. Ilse Herrle-Urbuteit, Cembalo und Clavichord Barbara Emilia Schedel, Gesang Franziska Grehling, Oboe Eberhard Brünger, Cembalo

Bradford Tracey zum 60. Geburtstag.

03.Juli 2011, 11.00 Uhr

Claviere und Flügel. Musikalische Führung durch die Sammlung Neumeyer-Junghanns-Tracey. Hier soll gleichzeitig an Bradford Tracey (1951-1987 erinnert werden, dessen 60. Geburtstag am 7. Juli 2011 zu feiern gewesen wäre. Wie "Brady" zum Cembalo fand, was er eigentlich vorher in Kanada gemacht hat, weshalb er nach Europa kam und wie er lebte und war.... Unter den Gästen werden auch zwei Geschwister aus USA zu begrüßen sein, Bradys Bruder Jeff und seine Schwester Erin.

"Aus der Seele....:"

15.Juli 2011, 19.30 Uhr

Fantasien. Konzert mit Führung - Führung mit Konzert. Eckhart Kuper spielt Fantasien auf Cembalo, Clavichord, Tangentenflügel und Hammerflügel. Carl Philipp Emanuel Bach, der berühmteste Sohn Johann Sebastian Bachs, bemerkte einmal: "Aus der Seele soll man spielen, nicht wie ein abgerichteter Vogel.". Unter diesem Motto, als musikalische Reise durch das 17. und 18. Jahrhundert, spielt Eckhart Kuper auf Clavichord, Cembalo und Hammerflügel Werke von Johann Jakob Froberger, Johann Sebastian Bach, Wilhelm Friedemann Bach, Carl Philipp Emanuel Bach und Wolfgang Amadeus Mozart. Ergänzt werden diese Werke durch eigene Improvisationen und Erläuterungen zur Gattung Fantasie.

Sommerfrische Ferienmusik für Kinder

25.August 2011, 16.00 Uhr

Eine Reise für kleine und große Ohren durch den Sommer Europas für Violine und Tasteninstrument. Wir entführen euch in eine Welt, in der Elfen tanzen, Katzenmiauen erklingt, Musketiere zum Kampf rufen. Außerdem werden eure Ohren bei Werken von bekannten und unbekannten Meistern erfrischt werden - eine andere Art der Abkühlung mitten in den Sommerferien, mit Spaß und Schwung. Ausführende sind Ulrike Winkler, Violine und Bernd Schäfer am Tasteninstrument.

Festliche Tage Alter Musik I

24.September 2011, 19.30 Uhr

Die Konzerte sind leider abgesagt. Verkehrstechnische Probleme in Folge des Papstbesuches.

Festliche Tage Alter Musik II

25.September 2011, 16.00 Uhr

Die Konzerte im Rahmen der Festlichen Tage Alter Musik sind leider abgesagt. Verkehrstechnische Probleme infolge des Papstbesuches sind der Grund.

Bach romantisch

15.Oktober 2011, 19.30 Uhr

Christine Schornsheim (Fortepiano Conrad Graf, Wien 1825) und Mayumi Hirasaki (Violine) spielen Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann
Im Mittelpunkt dieses Programms steht Bachs berühmte Chaconne für Violine solo. Dieses Werk faszinierte auch im 19. Jahrhundert viele Menschen und inspirierte Komponisten wie Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert Schumann und den Berliner Theatermusiker Friedrich Wilhelm Ressel, Klavierbegleitungen hinzuzufügen. Erleben Sie drei ganz unterschiedliche Sichtweisen auf diese Chaconne!
Wie gut Felix Mendelssohn Bartholdy Bachs Musik studierte, kann man sehr gut an den Präludien und Fugen für Klavier bemerken. Interessant ist die Gegenüberstellung des Präludiums in b-moll aus dem Bach'schen Wohltemperierten Klavier, Teil I und dem Präludium in f-moll von Mendelssohn-Bartholdy.

In seiner Sonate F-Dur für Violine und Klavier bieten sich für beide Musiker großartige Entfaltungsmöglichkeiten. In den beiden Ecksätzen dominieren die virtuosen Elemente, während sich im wunderschönen Mittelsatz beide Instrumente in einem gesanglichen Dialog befinden.

Claviere und Flügel

16.Oktober 2011, 16.00 Uhr

Führung durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente Neumeyer-Junghanns-Tracey. Die verschiedenen Instrumententypen werden kurz vorgestellt - ihre Geschichte, ihre Bauweise und ihr jeweiliger Klang erläutert und demonstriert. Außerdem gibt es wie stets Raum zum Fragen. Diese Führung wird von Enno Kastens (künstlerische Beratung) durchgeführt und hat einen musikalischen Schwerpunkt.

Kunst der Fuge

29.Oktober 2011, 19.30 Uhr

Johann Sebastian Bachs großes Werk in der Fassung für zwei Cembali. Torsten Johann und Enno Kastens spielen auf Cembali von John Koster nach Christian Zell und von William Dowd nach Johannes Ruckers.
J.S. Bachs "Kunst der Fuge", die aus seinem letzten Lebensjahrzehnt stammt, ist ein in jeder Hinsicht bemerkenswertes Werk. Ein einziges Grundthema wird in diversen Kanons und Fugen durchgeführt und erfährt in jedem "Contrapunctus" eine veränderte Gestalt, wird in zunehmend komplexere Zusammenhänge gestellt, durchläuft verschiedene Stile und Metamorphosen, um dann in eine (unvollendete) Quadrupelfuge zu münden.
Dieses Werk ist ohne Besetzungsangabe notiert, was dazu geführt hat, dass es kaum eine Besetzung gegeben hat, die nicht schon erklungen ist - von Orgel über Streichquartett bis hin zu Orchesterbearbeitungen oder Saxophonensemble.
Da zwei der Contrapuncti den Zusatz "à 2 Clav", also "für zwei Cembali" tragen, hören Sie das Werk in dieser Fassung: klar, schlicht und transparent, gespielt auf zwei Cembali der Bad Krozinger Sammlung.
Die "Kunst der Fuge" am Stück zu hören, komme einer Katharsis gleich, heißt es zuweilen. Wir laden Sie ein, in diesen Kosmos Bachschwer Kontrapunktik und seiner schier unerschöpflichen Fantasie einzutauchen.

...voll Freud und Leid...

11.November 2011, 19.30 Uhr

Lieder von Franz Liszt, Felix Mendelssohn Bartholdy und Gustav Mahler

Hans Jörg Mammel, Tenor
Stephanie Gurga, Fortepiano Johann Baptist Streicher, 1864

Als Komponist von Liedern ist Franz Liszt, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, bisher wenig aufgefallen. Für Liszt war es aber ein Genre, das er sein ganzes Leben über immer wieder intensiv bearbeitete: zum einen durch eigene Kompositionen, in denen er mit neuer Harmonik experimentierte, zum anderen durch Transkriptionen der Lieder vor allem von Franz Schubert für Klavier solo. Neben ausgewählten Liedern von Mendelssohn werden an diesem Abend auch die "Lieder eines fahrenden Gesellen" von Gustav Mahler in der Originalfassung für Gesang und Klavier zu hören sein.

Kisten und Kästen

12.November 2011, 16.00 Uhr

Eine Führung für Kinder und Familien durch die Sammlung Historischer Tasteninstrumente. Was verbirgt sich alles unter oder hinter diesen Deckeln? Wozu gibt es Pedale? Welche Materialien stecken eigentlich alle in einem Instrument? Wie alt sind die Instrumente?

Medizin und Kunst

16.November 2011, 19.30 Uhr

Zu Gast im Herz-Zentrum Bad Krozingen, Aula Medizin und Kunst - Werk, Leben und Leiden großer Meister. Einführung: Prof. Dr. Dr. h.c. Hanjörg Just Vortrag und musikalische Begleitung: Prof. Dr. Elmar Budde Vortrag Prof. Dr. Annette Geibel-Zehender
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem studium generale der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt.

Adventskonzert "Fantasiestücke"

27.November 2011, 16.00 Uhr

Patrick Blank liest Auszüge aus den Werken E.T.A. Hoffmanns, u.a. aus den "Fantasiestücken". Enno Kastens lässt auf mehreren Instrumenten der Sammlung Neumeyer-Junghanns-Tracey Musik von Wilhelm Friedemann Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, E.T.A. Hoffmann selbst und Robert Schumann erklingen.

Ernst Theodor Hoffmann (1776-1822) war ein vielseitiges Genie, dessen Fantasie keine Grenzen zu kennen schien - er wirkte als Jurist, Dichter, Zeichner, Komponist und Kapellmeister.
Hoffmann prägte wie kaum ein Zweiter das Bild des "Romantikers" - empfindsam, verletzlich und (hyper)sensibel bis zur Überspannung, enthusiastisch und voll starker und wilder Sehnsucht; dann wieder sehr diesseitig, reich an Ironie und Laune - und das Ganze oftmals in jähem Wechsel. Seine Schriften seien "voll Seele und Freiheit", wie Jean Paul, sein kongenialer Dichterkollege, ihm in der Vorrede zu seinen "Fantasiestücken in Callots Manier" bescheinigt, und in ihnen (und auch im Verfasser selber) leigen so manche Extreme nah beieinander.
Er kommt "überspitzt und phantastisch, tränenselig und sarkastisch, weltflüchtig und derb, hingebungsvoll und ironisch" daher und hat "das romantische musikalische Denken und Empfinden für ein Jahrhundert entscheidend beeinflusst" (F. Blume).

Weihnachtskonzerte, 10. und 11.12.2011

10.Dezember 2011, 19.30 Uhr

und Sonntag, 11. Dezember 2011, 16 Uhr Auf allerley Clavieren. Malgorzata Sarbak (Warschau) und Tobias Koch (Düsseldorf) auf Cembalo, Tangentenflügel und Fortepiano
Werke von Johann Sebastian, Carl Philipp Emanuel, Johann Christoph Friedrich und Johann Christian Bach sowie von Wolfgang Amadeus Mozart und Arcangelo Corelli.
Angerissene Saiten, perkussives Getrommel oder sanft-schwebende Klänge: Die enorme Vielfalt der Anschlagsmöglichkeiten von "Clavier"-Instrumenten im 18. Jahrhundert wird im diesjährigen Weihnachtskonzert mit dem virtuosen polnisch-deutschen Duo lebendig und eindrucksvoll vor Ohren (und auch vor Augen) geführt. Kiele von Rabenfedern, hölzerne Tangenten oder belederte Hammerköpfe formen den Ton von Cembalo, Tangentenflügel und Hammerflügel. Zugleich zeigen reizvolle instrumentale Gegenüberstellungen und Kombinationen die Entwicklung der Klaviermusik beim großen Johann Sebastian Bach uned seinen Söhnen.
Zwei Variationszyklen von Johann Christoph Friedrich Bach und von Mozart über das im 18. Jahrhundert höchst populäre Kinderlied "Ah! vous dirai-je, maman", das in unseren Breitengraden vor allem als Weihnachtslied bekannt geworden ist, verleihen dem Instrumentenwettstreit die besondere jahreszeitliche Note - ebenso wie eine Transkription von corellils "Concerto grosso, fatto per la notte di natale", welche die Musiker extra für dieses Konzert vorbereiten.

„Originale“

Reihe Schloßkonzerte Bad Krozingen 2009

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