Geschichte zum Schloss
Geschichtliche Informationen zum Schloss in Bad Krozingen
Das Kloster St. Blasien erhielt zur Verwaltung seines Besitzes in der Gegend um Krozingen eine Propstei, die bereits 1383 erwähnt ist. Abt Kaspar II. Thoma (1571-1596) erstellte in Unterkrozingen - aber offenbar auf alten Fundamenten - anno 1579 ein neues Propsteigebäude, das heutige Schloss, das als Verwaltungszentrum der St. Blasianischen Besitzungen in Breisgau genutzt wurde. Als Bauherr ist Abt Kaspar durch die Wappentafel am Turm ausgewiesen. Die Jahreszahl 1579 ist auch über dem Portal im Treppenturm zu lesen. Ein weiterer Abschnitt in der Baugeschichte des Schlosses ist durch die Jahreszahl 1608 über der Kapellentüre angezeigt. Zu diesem Zeitpunkt ließ Abt Martin I. (1596-1625) die Kapelle neu erstellen oder umbauen.
Ab 1748 wirkte Pater Marquardt Herrgott als Propst in Krozingen. Pater Marquardt Herrgott galt als überaus intelligenter und tätiger Konventuale des Klosters, der jahrzehntelang die Verhandlungen zwischen St. Blasien und der Regierung in Wien führte. Außerdem verwaltete er sehr umsichtig die Besitzungen des Klosters und fand noch Zeit umfangreiche Werke über die Genealogie und Geschichte des Hauses Habsburg zu verfassen. Pater Marquardt Herrgott starb 1762. Die äußerst gelungene Umgestaltung des Schlosses aus einem spätgotischen in einen barocken Herrensitz ist ihm zu verdanken.
Im Jahre 1805/06 wurden Krozingen und die St. Blasianische Besitzung badisch. Die Propstei bzw. das Schloss gingen dann durch viele adelige Hände: Roggenbach, Wangen, Helmstadt, Gleichenstein.
Der Umbau in ein Wohngebäude erfolgte wiederum in denkmalpflegerisch vorbildlicher Weise. Das Schloss befindet sich weiterhin in Privatsitz der Familie von Gleichenstein/ Dr. Gombert.